Die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Photographie e.V. (DGPh) ist besonders mit dem Namen L. Fritz Gruber verbunden. Der allseits gut vernetzte Gruber war 1951 zum „Fachbeauftragten der deutschen Photo-Wirtschaft für die Kölner Photo- und Kino-Messe 1951“ avanciert. Die lebhafte Resonanz auf die Ankündigung der ersten „photokina“ ließ den damaligen Kölner Oberbürgermeister Robert Görlinger aufhorchen. Die Photographie war zur „Sprache der Welt“ erhoben worden, so L. Fritz Gruber im Photo-Magazin 1951. Dank Grubers Vorarbeiten konnte Görlinger am Vorabend der Eröffnung der ersten „photokina“ 36 namhafte Vertreter*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Photographie versammeln und mit ihnen die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Photographie beschließen, die er anlässlich der feierlichen Eröffnung der Messe am 18. April verkündete.

Zwar existierten 1951 schon Vereinigungen der Photoindustrie, des Fachhandels, der Lichtbildner*innen (GDL) und der Amateur*innen (VDAV), es gab aber keine Gesellschaft, die allen Bereiche der Photographie gleichermaßen verpflichtet war und diese vertrat. Genau dieses Ziel strebte die Deutsche Gesellschaft für Photographie an und so wurde es auch in der Gründungssatzung festgehalten. Zweck der DGPh sollte fortan – und ist es bis heute unverändert - die Pflege, das Studium und die Weiterentwicklung der Photographie in ihren wissenschaftlichen, technischen, kommerziellen und künstlerischen Anwendungsgebieten sein; erreicht werden sollte dies durch die Bildung thematisch ausgerichteten Sektionen, ein Archiv, eine Bibliothek, Sammlungen, Herausgabe von Mitteilungen und nicht zuletzt ein breites Spektrum von Veranstaltungen. Als Mitglied kann seitdem auf Vorschlag zweier Mitglieder berufen werden, wer sich um die Photographie verdient gemacht hat.