
Am Samstag, 24. September 2026, werden im Rahmen der DGPh Photography Awards im Museum für Angewandte Kunst Köln vier hochkarätige Preise der Deutschen Gesellschaft für Photographie verliehen: der renommierte Kulturpreis und der Dr. Erich Salomon-Preis der DGPh, die DGPh Manfred Heiting Medal of Curatorial Excellence in Photography sowie der Otto-Steinert-Preis.DGPh-Förderpreis für Fotografie.
Zu den Photography Awards sind alle Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Photographie herzlich eingeladen und können sich über den nachfolgenden Link anmelden: DGPh Photography Awards
Termin: Samstag, 24. Oktober 2026, ab 14:00 Uhr (Registrierung ab 13:00 Uhr)
Ort: Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK), Overstolzensaal
Vier Auszeichnungen an einem Tag
Kulturpreis der DGPh an den Fotografen, Künstler und Hochschulprofessor Timm Rautert
Der Fotograf, Künstler und Hochschulprofessor Timm Rautert wird mit dem Kulturpreis 2026 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung der DGPh würdigt damit ein Lebenswerk, das dokumentarische Genauigkeit mit konzeptueller Tiefe verbindet und eine Persönlichkeit, die die deutsche Fotografie über Jahrzehnte entscheidend geprägt hat – mit seinem fotografischen Werk, durch seine journalistische Arbeit und durch seine Lehrtätigkeit als Professor für Fotografie.
Timm Rautert, geboren 1941, studierte von 1966 bis 1971 bei Otto Steinert – dem Begründer der „Subjektiven Fotografie“ – an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen. Seine Laufbahn hat ihn im Anschluss durch nahezu alle Bereiche der Fotografie geführt. Bereits während des Studiums begann Rautert mit Experimenten zu den Bedingungen des Mediums Fotografie, deren Ergebnisse unter dem Begriff Bildanalytische Photographie (1968–1974) zusammengefasst wurden. Reisen nach New York (1969) und Japan (1970) leiteten eine intensive Auseinandersetzung mit der dokumentarisch-journalistischen Fotografie ein. [...] weiterlesen
WhiteWall ist Partner der Deutschen Gesellschaft für Photographie e. V. und unterstützt den Kulturpreis 2026 als Sponsor.
Dr.-Erich-Salomon-Preis 2026 an die Fotografin Jane Evelyn Atwood
Mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis 2026 ehrt die DGPh die französisch-amerikanische Fotografin Jane Evelyn Atwood. Sie hat die Möglichkeiten des dokumentarischen Bildes konsequent erweitert; ihr Werk richtet den Blick seit Jahrzehnten auf Menschen am Rand der Gesellschaft und steht exemplarisch für eine engagierte, ethisch reflektierte Fotografie.
Geboren 1947 in New York, lebt Atwood seit 1971 in Paris. Ihre fotografische Karriere begann sie Mitte der 1970er-Jahre als Autodidaktin. Geboren 1947 in New York, lebt Atwood seit 1971 in Paris. Ihre fotografische Laufbahn begann sie Mitte der 1970er-Jahre als Autodidaktin: 1976 entstand mit ihrer ersten Kamera eine Serie über Sexarbeiterinnen in der Rue des Lombards in Paris. Es folgten Arbeiten über transidente Menschen, blinde Kinder, Menschen mit HIV und Aids sowie über Inhaftierte. Atwood steht für eine Fotografie der Nähe, des Respekts und der Empathie. Ihre Arbeiten entstehen über lange Zeiträume hinweg und zeichnen sich durch ein tiefes Vertrauen zwischen Fotografin und Porträtierten aus; dank intensiver Recherche und einer sensiblen Vorgehensweise dringt sie in Lebenswelten vor, die sonst unsichtbar bleiben. [...] weiterlesen
Partner der DGPh bei diesem Preis ist die Leica Camera AG, die die Auszeichnung mit der Überreichung einer Leica Kamera an die Preisträgerin unterstützt.
DGPh Manfred Heiting Medal of Curatorial Excellence in Photography 2026 an die Kuratorin Sarah Greenough und die National Gallery of Art, Washington D. C.
Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) verleiht die DGPh Manfred Heiting Medal of Curatorial Excellence in Photography 2026 an die amerikanische Kuratorin Sarah Greenough und die National Gallery of Art. Die Auszeichnung würdigt eine Persönlichkeit und eine Institution von internationalem Rang, die gemeinsam eine bedeutende Sammlung geschaffen und diese durch Forschung, Ausstellungen und Publikationen einem breiten Publikum zugänglich gemacht haben.
Die Auszeichnung geht an das Museum, das – mit der Gründung einer eigenen Abteilung für Fotografie 1990 unter Sarah Greenough – die Fotografie als gleichberechtigte Sammlungssparte neben Malerei, Skulptur, Druckgrafik und Zeichnungen etabliert hat und an Sarah Greenough, die durch Engagement und ihre herausragenden kuratorischen Leistungen, die Fotografie als eigenständige Sammlungs- und Ausstellungssparte nicht nur mit aufbaute, sondern maßgeblich prägte. [...] weiterlesen
Initiator und Unterstützer der Auszeichnung ist Manfred Heiting (DGPh).
DGPh-Förderpreis für Fotografie an Samuel Solazzo
Der „Otto Steinert-Preis. DGPh Förderpreis für Fotografie“ bietet förderungswürdigen Projektideen eine Bühne. Auf den Photography Awards in Köln wird der diesjährige Preisträger Samuel Solazzo vorgestellt. Für sein Projekt A Collection of Valuable Copies erhält der in Leipzig lebende Fotograf, ein Stipendium in Höhe von 5.000,00 €.
Samuel Solazzo überzeugte mit seinem Projektexposé A Collection of Valuable Copies, dessen weitreichende inhaltliche und formalästhetische Relevanz nicht nur auf theoretischer Ebene als eigenständige Position wahrgenommen wurde. Die konzeptionelle Stärke des Projekts liegt in seiner Kombination aus wissenschaftlicher Archivarbeit und künstlerisch-fotografischer Darstellung materieller Kultur anhand der Gipsabguss-Sammlung des Antikenmuseums der Universität Leipzig. [...] weiterlesen
Eine Anerkennung erhielten Clarita Maria für das Fotoprojekt Xola n’abantu und Elliott Kreyenberg für seine Projektidee War Flowers. Mehr Infos hier