Köln, (Datum) – Mit dem 1. Preis des Otto Steinert-Preis. DGPh-Förderpreis für Fotografie wird Samuel Solazzo (B.F.A. Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität Weimar und M.A. Photography Studies and Practice an der Folkwang Universität der Künste, Essen) ausgezeichnet. Der Preis ist verbunden mit einem Stipendium in Höhe von 5.000 Euro zur Förderung der Umsetzung des geplanten Projekts A Collection of Valuable Copies.

Samuel Solazzo überzeugte die Jury, die sich aus Alexander Hagmann, Heide Häusler und Helena Melikov (Vorstand der Sektion Bild), Aliona Kardash (Preisträgern 2024) und Katharina Täschner (Kuratorin am C/O Berlin) zusammensetzte, mit seinem Projektexposé A Collection of Valuable Copies, dessen weitreichende inhaltliche und formalästhetische Relevanz nicht nur auf theoretischer Ebene als eigenständige Position wahrgenommen wurde. Die konzeptionelle Stärke des Projekts liegt in seiner Kombination aus wissenschaftlicher Archivarbeit und künstlerisch-fotografischer Darstellung materieller Kultur anhand der Gipsabguss-Sammlung des Antikenmuseums der Universität Leipzig.

Solazzo setzt sich in seinen Arbeiten mit Erinnerung, Archiv und dem Bild als Kopie auseinander – er nutzt Fotografie weniger, um die Welt direkt abzubilden, sondern um über Reproduktion, Fragment und Auflösung nachzudenken, dies häufig im Dialog mit Archäologie, Skulptur und dem gedruckten Buch als Ursprungsmedium. 

"Wo ist eigentlich das Original, und was daran wäre dann authentisch? Bei Solazzo lässt sich das kaum noch sagen – Bildhauer der Antike, römischer Kopist, Gipsformer des 19. Jahrhunderts, Archivar der Glasnegative, Fotograf von heute, dazu die Bombennacht 1943, die einen Großteil der Sammlung deformiert oder zerstört hat. Jede Station hielt fest, was in diesem Moment als 'echt' galt – und irrte sich doch jedes Mal ein bisschen. Solazzo zeigt, dass es dieses eine, endgültige Bild nie gab. Und lässt es dabei bewenden. Genau das macht die Arbeit so schön: Sie beantwortet nichts, sie öffnet. Dieses Wagnis, Vertrautes neu zu befragen, ist es, was wir mit dem Otto-Steinert-Preis fördern wollen." (Ralph Baiker, Vorsitzender der Sektion Bild)

Er ist regelmäßig in Gruppen- oder Einzelausstellungen mit seinen fotografischen Arbeiten präsent, zuletzt im Rahmen der Ausstellungen DIE GROSSE NRW 2026 im Kunstpalast, NRW-Forum, Düsseldorf, Dissolving Views – in der Städtischen Galerie Lüdenscheid oder auch  Photography Masters –  im Museum Folkwang, Essen.

Über die DGPh
Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) ist ein eingetragener Verein mit rund 1.200 Mitgliedern in ganz Deutschland und Sitz in Köln. Die DGPh setzt sich für die Förderung der Fotografie als Kulturgut und damit für die Stärkung ihrer gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutung ein. Ihre Aktivitäten richten sich auf die Vermittlung fotografischer Themen an Fachöffentlichkeit und Gesellschaft sowie auf die Reflexion aktueller Entwicklungen wie Digitalisierung, KI und neue Bildmedien. Sie umfassen die vielfältigen Anwendungsgebiete des Fotografischen in Kunst, Wissenschaft, Bildung, Publizistik, Wirtschaft und Politik. Als zentrale Instanz für die Vermittlung wegweisender fotografischer Leistungen vergibt die DGPh jährlich mehrere renommierte Auszeichnungen, darunter den Kulturpreis, den Dr. Erich Salomon-Preis, die DGPh Manfred Heiting Medal of Curatorial Excellence in Photography und den Otto Steinert-Preis. DGPh Förderpreis für Fotografie.

Neben der Auszeichnung mit dem Otto Steinert-Preis erhielt er bereits verschiedene Preise und Förderungen, u.a. Plat(t)form 2024 – Fotomuseum Winterthur, Schweiz, Märkisches Stipendium für Bildende Kunst 2024 – Fotografie und dem Bauhaus Abschlussstipendium der Bauhaus-Universität Weimar. 2018 und 2020 schafften es seine Publikationen KORRELATIONEN und KORRELATIONEN II auf die Longlist des Deutschen Fotobuchpreises. Auf der Triennale der Photographie, Hamburg 2022 war er mit der Performance Foto-Intervention. Ein performativer Abend zur Fotografie präsent. 

Verleihung

Der Otto Steinert-Preis. DGPh-Förderpreis für Fotografie wird am 24. Oktober 2026 im Rahmen der DGPh Photography Awards Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) verliehen. An diesem Tag werden dort außerdem der Kulturpreis 2026, der Dr. Erich Salomon-Preis 2026 und die DGPh Manfred Heiting Medal of Curatorial Excellence in Photography 2026 übergeben.

Der Otto Steinert-Preis. DGPh-Förderpreis für Fotografie wird von der Sektion Bild der DGPh vergeben und fördert herausragende Positionen des professionellen fotografischen Nachwuchses. Alle zwei Jahre ausgeschrieben, richtet er sich an noch zu realisierende fotografische Projekte; die Vergabe ist an keine stilistische Ausrichtung oder Thematik gebunden. Der Preis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert: einem Stipendium in Höhe von 5.000 Euro und zwei Anerkennungen in Höhe von je 500 Euro. Erstmals 1979 verliehen, wurde er 2026 zum 23. Mal ausgeschrieben. Namensgeber ist Otto Steinert (1915–1978), Mediziner, Fotograf und Fotografieprofessor, der als einer der einflussreichsten Lehrer und Vermittler von Fotografie in Deutschland gilt. 1947 eröffnete Steinert in Saarbrücken sein erstes Atelier für künstlerische Fotografie, ein Jahr später übernahm er dort die Leitung der Fotoklasse an der Staatlichen Saarländischen Schule für Kunst und Handwerk, deren Direktor er 1952 wurde. 1959 nahm er eine Lehrtätigkeit an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen auf, nachdem er bereits 1954 in Saarbrücken zum Professor ernannt worden war.

Über die DGPh

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) ist ein eingetragener Verein mit rund 1.200 Mitgliedern in ganz Deutschland und Sitz in Köln. Die DGPh setzt sich für die Förderung der Fotografie als Kulturgut und damit für die Stärkung ihrer gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutung ein. Ihre Aktivitäten richten sich auf die Vermittlung fotografischer Themen an Fachöffentlichkeit und Gesellschaft sowie auf die Reflexion aktueller Entwicklungen wie Digitalisierung, KI und neue Bildmedien. Sie umfassen die vielfältigen Anwendungsgebiete des Fotografischen in Kunst, Wissenschaft, Bildung, Publizistik, Wirtschaft und Politik. Als zentrale Instanz für die Vermittlung wegweisender fotografischer Leistungen vergibt die DGPh jährlich mehrere renommierte Auszeichnungen, darunter den Kulturpreis, den Dr. Erich Salomon-Preis, die DGPh Manfred Heiting Medal of Curatorial Excellence in Photography und den Otto Steinert-Preis. DGPh Förderpreis für Fotografie.


Pressekontakt
Deutsche Gesellschaft für Photographie e.V.
Regina Plaar, regina.plaar@dgph.de
Rheingasse 8–12, 50676 Köln – www.dgph.de

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