
Zeitzeug*innen gesucht – Wer kennt die Essener „Galerie im Riek“ (1974–1978)?
Das Ruhr Museum sucht Menschen, die sich an die Essener „Galerie im Riek“ (1974–1978) erinnern. Ganz egal, ob als ehemalige Besucher*innen, Aussteller*innen, Nachbar*innen, Freunde oder alle anderen, die sonst etwas zur Galerie zu erzählen haben – willkommen ist jeder Hinweis! Wenn Sie gern Ihre Erinnerungen teilen wollen, senden Sie einfach eine Mail an die
folgende Adresse: rachel.welschoff@ruhrmuseum.de
Einzelheiten zur Galerie und dem Forschungsvorhaben:
Eine selbst umgebaute Scheune eines Bauernhauses mitten im Grünen: Hier, Im Riek 64 in Essen-Schuir, bei Kettwig, begann 1974 die Geschichte einer der wenigen deutschen Fotogalerien ihrer Zeit. Bis 1978 (ab 1975 in der Kettwiger Altstadt) betrieben Christine Boeckmann-Uhde und ihr Ehemann Steffen Boeckmann gemeinsam die „Galerie im Riek“. Ein eigener Ausstellungsraum für Fotografie – damals etwas sehr Besonderes, denn die deutschen Museen begegnetem dem künstlerischen Potenzial des Mediums immer noch mit Skepsis. Doch die ehemalige Steinert-Schülerin und der Folkwang-Dozent waren „Idealisten“, sagt Christine Boeckmann retrospektiv; und mit gutem Grund! Die „Galerie im Riek“ bot den oft jungen Künstler:innen eine Plattform und diente ihnen als Ort des Austauschs. Schaut man heute auf die Liste der Ausstellenden, finden sich dort große Namen wie Ute Eskildsen, Wilhelm Schürmann, VA Wölfl, Alex Kayser und Jan Saudek.
2023 und 2024 übergab die Fotografin und Galeristin, Christine Boeckmann-Uhde, ihren Vorlass an das Ruhr Museum. Die Forschungsvolontärin der fotografischen Sammlung, Rachel Welschoff, möchte die Geschichte und Einflüsse der Galerie auf die frühe kunstfotografische Ausstellungspraxis in Essen und dem Ruhrgebiet nun aufarbeiten und in einer Ausstellung und begleitenden Publikation zugänglich machen. Dafür sucht Sie nach Zeitzeug*innen, die ihr von ihren Erfahrungen um und in der Galerie berichten.
Das Volontariat ist Teil des Förderprogramms „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Fachlich unterstützt wird Rachel Welschoff von Stefanie Grebe, der Leiterin des Fotoarchivs des Ruhr Museums, Prof. Dr. Steffen Siegel, Inhaber des Lehrstuhls für Theorie und Geschichte der Fotografie an der Folkwang Universität der Künste, vom Zentrum für Fotografie Essen und dem Fotorestaurierungsstudio im Museum Folkwang.