
Anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums kündigt die Sektion Kunst, Markt und Recht der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) die Einführung eines neuen Preises an: den Gruber Award.
Mit dem Preis richtet die Sektion erstmals in der 75-jährigen Geschichte der DGPh den Fokus gezielt auf einen Bereich, der für die Entwicklung der Fotografie von zentraler Bedeutung ist, bislang jedoch nur selten im Zentrum öffentlicher Anerkennung steht – den Fotokunstmarkt.
Würdigung von Vermittlung, Engagement und Verantwortung
Der Gruber Award zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich in besonderer Weise um die Fotografie als kulturelles Gut verdient gemacht haben – insbesondere Galerist*innen, Sammler*innen und Fördernde, die als Vermittelnde zwischen künstlerischer Produktion, Markt und Institutionen wirken.
Sie schaffen Sichtbarkeit, ermöglichen Karrieren, sichern Werke und prägen damit nachhaltig die Wahrnehmung und Entwicklung der Fotografie. Der Preis versteht sich als Anerkennung dieser oft im Hintergrund geleisteten, aber essenziellen Arbeit.
In Memoriam Renate und L. Fritz Gruber
Der Name des Preises erinnert an L. Fritz Gruber, Mitgründer der DGPh im Jahr 1951 und langjähriges Vorstandsmitglied, sowie an seine Frau Renate Gruber, die gemeinsam mit ihm eine der bedeutendsten fotografischen Sammlungen ihrer Zeit aufgebaut hat.
Als Mit-Initiator der photokina, Sammler und Vermittler verkörperte L. Fritz Gruber die Verbindung von Fotografie, Markt und Öffentlichkeit. Renate Gruber trug maßgeblich zur Entwicklung und Pflege der Sammlung bei, die heute im Museum Ludwig in Köln beheimatet ist und dort einen zentralen Bestandteil der fotografischen Bestände bildet.
Der Gruber Award knüpft bewusst an dieses gemeinsame Wirken an und führt die von beiden geprägte Tradition in die Gegenwart fort.
Auftakt im Jubiläumsjahr
Die erstmalige Verleihung des Gruber Award bildet im Rahmen der Paris Photo Week im November 2026 den zentralen Bestandteil des Jubiläums der Sektion Kunst, Markt und Recht. Deren Mitglieder sind aufgefordert, Preisträger*innen zu nominieren.
Über den/die Preisträger*in entscheidet unter der Leitung der Kunstmarktexpertin Simone Klein und des Sektionsvorsitzenden Thomas Gerwers eine unabhängige Jury, die sich aus Vertreter*innen der Bereiche Fotografie, Markt, Sammlung und Institution zusammensetzt.
„Mit der Einführung des Preises setzt die Sektion ein bewusstes Zeichen:
Fotografie entfaltet ihre Wirkung im Zusammenspiel von künstlerischer Praxis, Markt, Sammlung und Vermittlung“, so Thomas Gerwers, Vorsitzender der DGPh Sektion Kunst, Markt und Recht. „Der Gruber Award macht diesen Zusammenhang sichtbar – und würdigt diejenigen, die ihn maßgeblich gestalten.“