Die 2001 gegründete Sektion Kunst, Markt und Recht befasst sich mit allen Fragen, die sich aus der Veröffentlichung, Präsentation und Vermarktung von Photographie ableiten.

Im Mittelpunkt steht dabei gleichermaßen die Photographie als Kulturgut im weitesten Sinne: Photographie, die im Kontext der Kunst in Erscheinung tritt oder auch als vervielfältigtes Medium durch Agenturen, Galerien oder in Editionen vertrieben wird. Die Sektion widmet sich daher schwerpunktmäßig auch dem Kunsthandel und seinen Protagonisten, den Märkten und ihren Umschlagplätzen, den Sammlungen und ihren Bewertungskriterien sowie den Fragen nach der Authentizität eines Mediums, dem die Vervielfältigung immanent ist. Der Umgang mit Photographien als Exponat oder Leihgabe und die damit verbundenen konservatorischen Fragestellungen bilden einen weiteren Themenkreis. Besonders im Fokus stehen auch rechtliche Fragestellungen, die sich aus der Vermarktung und Veröffentlichung bzw. Ausstellung von Photographie ableiten: Urheberrecht, Nutzungs- und Verwertungsrecht sowie Folgerecht sind Themenkomplexe, die fast immer an die Verwendung von Photographien geknüpft sind.

Die Sektion Kunst, Markt und Recht hat zwei Veranstaltungsreihen etabliert:

Inspektion Photomarkt:
Die 2009 ins Leben gerufene Reihe wirft einen Blick hinter die Kulissen von Institutionen und befragt Persönlichkeiten, die den Kunstmarkt für Photographie bewegen. Im kleinen Kreis können die Mitglieder so nicht nur exklusive Einblicke in öffentliche wie private Sammlungen gewinnen, sondern auch mit den verantwortlichen Personen in direkten Diskurs treten.

Lavieren in der juristischen Grauzone:
Seit 2014 werden hier durch Expert*innen aus der Rechtswissenschaft aktuelle Fragen rund um die rechtliche Situation von Photographien erörtert. Diese meist in Vortragsform stattfindenden Veranstaltungen sollen helfen, komplexe Sachverhalte anwendungsbezogen darzustellen und an konkreten Fallbeispielen Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Beirat:
Dr. Adelheid Komenda, Köln
Dr. Daniel Kötz, Düsseldorf
Dr. Anke Schierholz, Bonn

Grand Palais, Paris Photo 2018, © Simone Klein
Grand Palais, Paris Photo 2018, © Simone Klein

Aktuelles

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Pressemitteilungen

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Sektionsvorstand

Vorsitzende
Kunsthistorikerin, studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Bibliothekswissenschaft in Berlin und Köln. Magisterabschluss mit dem Thema „Max Baur – Architekturphotographien der 1930er bis 1950er Jahre“. Sie arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin für verschiedene Institutionen, z. B.
Stellvertreterin
Seit 2007 DGPh-Mitglied, im Vorstand der Sektion seit 2013 tätig. Stefanie Odenthal absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Reisekauffrau, bevor sie ein Studium der Kunstgeschichte in Bonn und Rom mit Magister zu einem photohistorischen Thema abschloss.
Stellvertreter
Seit 2014 DGPh-Mitglied. Studium in Freiburg, Padua (Erasmus-Stipendium), Kiel und New York (NYU), 1. Staatsexamen an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, 2. Staatsexamen in Freiburg i. Br. mit Referendariat bei der ARD-Stabsstelle in Brüssel, rechtsvergleichende Promotion zum Thema „Markenschutz von Gerüchen“ mit Forschungsaufenthalten in Paris und New York.