100 Jahre RBA © Stadt Köln
100 Jahre RBA © Stadt Köln

Das Rheinische Bildarchiv (RBA), das seit 1926 als visuelles Gedächtnis der Stadt unterschiedlichste Aufgaben wahrnimmt, feiert sein 100-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses besonderen Ereignisses veranstaltet das Rheinische Bildarchiv von Ende April 2026 bis Mai 2027 ein buntes Rahmenprogramm mit Workshops, Führungen und vielem mehr. 

Im Juli liegt ein Schwerpunkt auf den Filmvorstellungen von "Finding Vivian Maier, John Maloof (2013)", "Noch bin ich nicht, wer ich sein möchte (2024)" von Libuše Jarcovjáková und Leni Riefenstahls (1902 bis 2003) Nachlass (2024).

Finding Vivian Maier, John Maloof, 2013
16. Juli 2026, 19 bis 20:30 Uhr
Ein fotografischer Nachlass, dessen Veröffentlichung nie vorgesehen war, wird zum Sensationsfund stilisiert. Die Bilder des amerikanischen Kindermädchens Vivian Maier (1926 bis 2009) sind heute aus der Geschichte der Streetphotography nicht mehr wegzudenken. Zu Recht? Diese Frage stellt sich in "Finding Vivian Maier" auf zweifache Weise. Der Film erzählt nicht nur die Geschichte der Fotografien, sondern auch die ihres Entdeckers. Die Inszenierung der Fotografien im Dokumentarfilm zeigt nicht nur exemplarisch die Herausforderungen der Konservierung und Verwaltung analoger Fotografien auf, sondern ebenso, wie das Interesse an der Rekonstruktion der Person dahinter Überhand gewinnen kann. Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis zum 14. Juli 2026 per E-Mail (AnmeldungArchiv@stadt-koeln.de) oder telefonisch unter 0221 / 221-24455 an.

Noch bin ich nicht, wer ich sein möchte (2024)
22. Juli 2026, 19 bis 20:30 Uhr
Die tschechische Fotografin Libuše Jarcovjáková (geboren 1952) kämpfte ihr ganzes Leben dafür, als solche anerkannt zu werden. Kompromisslos dokumentierte sie alternative Lebensentwürfe in Zeiten der politischen Unterdrückung in Prag und Berlin. Sie erschloss sich zugleich ihre eigene Identität mithilfe der Fotografie – die Kamera wurde für sie zum Navigationsgerät und zu einer Überlebensstrategie. In der Verfilmung ihres Archives entschied sie sich bewusst dafür, nichts auszulassen, entweder alles oder nichts zu zeigen. Trotz ihres subjektiven, intimen Ansatzes sind ihre Fotografien in ihrer Offenheit und Imperfektion von universeller Relevanz. Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis zum 20. Juli 2026 per E-Mail (AnmeldungArchiv@stadt-koeln.de) oder telefonisch unter 0221 / 221-24455 an.

Riefenstahl (2024)
29. Juli 2026, 19 bis 21 Uhr
Leni Riefenstahls (1902 bis 2003) Nachlass erzählt vor allem davon, wie sie selbst erinnert werden wollte und was dafür zu vergessen war. Zeit ihres Lebens ließ sie allein eine Deutung ihrer Biografie zu: die eigene. Die 2018 in die Verwaltung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergegangenen 700 Kisten ihres Nachlasses erzählen eine andere Geschichte. Darunter befinden sich über 150.000 Fotografien, die ihre Aussagen in einem neuen Licht erscheinen lassen und eine Dekonstruktion ihres Selbstbildes ermöglichen. In einer Collage aus privaten Filmen und Fotos, aufgenommenen Telefonaten mit engen Wegbegleiter*innen und persönlichen Briefen, legt der Film Bild für Bild, Facette für Facette einzelne Fragmente ihrer Biografie frei und setzt sie in einen erweiterten Kontext von Geschichte und Gegenwart. Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis zum 27. Juli 2026 per E-Mail (AnmeldungArchiv@stadt-koeln.de) oder telefonisch unter 0221 / 221-24455 an.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

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