aus der Serie: frozen blood, 2026
aus der Serie: frozen blood, 2026
Weitere InformationenGröße
states_of_ambiguity.pdf4.66 MB
Eröffnungsdatum
Fotograf / Fotografin
Katia Klose (DE), Debbie Westergaard Tuepah (CAN), Jóna Þorvaldsdóttir (IS)
Ausstellungsdatum
-
Name der Galerie / Museum / Ausstellungsort
Beschreibung

Mit der Ausstellung „states of ambiguity“ präsentiert die Leipziger Galerie intershop drei Künstlerinnen, die sich während mehrerer Residenzaufenthalte auf Island begegnet sind: Jóna Þorvaldsdóttir (Reykjavík), Debbie Westergaard Tuepah (Vancouver) und Katia Klose (Leipzig). Aus unterschiedlichen kulturellen und persönlichen Perspektiven entwickeln sie eine gemeinsame künstlerische Plattform, deren Ausgangspunkt die Abgeschiedenheit und die archaische Natur der Insel im Nordatlantik bildete. Island hat sich dank engagierter Residenzprogramme und inspirierender Arbeitsbedingungen zu einem internationalen Treffpunkt für Künstlerinnen und Künstler entwickelt und bietet Raum für eine konzentrierte Begegnung jenseits des Kunstbetriebs der Metropolen.

Ausgehend von wiederholten Aufenthalten auf der Insel hat Katia Klose ihre Kolleginnen zu einer gemeinsamen Ausstellung in die Produzentengalerie auf dem Gelände der Leipziger Spinnerei eingeladen.

Die Fotografin Jóna Þorvaldsdóttir arbeitet mit analogen Schwarz-Weiß-Aufnahmen und Montagen, die in nebelhaft-diffuser Lichtführung poetische Erinnerungsräume entstehen lassen. Ihre Bilder bewegen sich zwischen inneren Landschaften, Kindheitserinnerungen und verlassenen Orten und vermitteln eine melancholische Atmosphäre, die zugleich zur Achtsamkeit gegenüber der Natur sowie zu zwischenmenschlicher Empathie aufruft.

Debbie Westergaard Tuepah verbindet Fotografie, Video, Objekt und Installation zu raumbezogenen Arbeiten. Unter Verwendung teils kräftig gefärbter Textilien, gefundener Materialien und Kunststoffe entstehen konzeptuelle Arrangements, die organische Strukturen interpretieren und zugleich kritisch auf Umweltfragen sowie auf konsumorientierte Lebensweisen reagieren. Die künstlerische Versuchsanordnung wird als quasiwissenschaftliche Geste inszeniert.

Die fotografischen Arbeiten von Katia Klose werden von einer vitalen Bildsprache  bestimmt. Körper und Landschaft, Inneres und Äußeres treten in einen bildnerischen Dialog: Skulpturale Relikte, vulkanische Erdoberflächen und körperhafte Details verdichten sich zu einem ausdrucksstarken Ensemble. Ihre Bilder reflektieren die elementare Dynamik natürlicher Prozesse und thematisieren die menschliche Existenz angesichts der Ungeheuerlichkeit der Natur.

Mit „states of ambiguity“ präsentiert die Galerie intershop das Resultat eines intensiven künstlerischen Austauschs und somit ein bemerkenswertes Kooperationsprojekt dreier international arbeitender Künstlerinnen - einen Beitrag zur kulturellen Vernetzung im Kontext der Leipziger Spinnerei.