
STRANDZHA feierte im 2025 seine Weltpremiere beim International Film Festival Rotterdam und wird am 2. Juli um 19 Uhr im Metropolis Kino in Hamburg gezeigt, bevor der Film später auch auf ARTE zu sehen sein wird.
STRANDZHA führt in eine geheimnisvolle Grenzregion zwischen Bulgarien und der Türkei - in einen der letzten Urwälder Europas, wo uralte Rituale, Migration, Erinnerung und Gegenwart aufeinandertreffen und sich miteinander verweben.
Im Anschluss an die Vorführung gibt es ein Filmgespräch mit Anna Grabo und Pepa Hristova.
Gleichzeitig sind in Berlin bis zum 2. September Ausschnitte aus dem Film 16° FISCHE über den Fotografen Walter Schels im Rahmen der Ausstellung „Walter Schels – 16° Fische. Retrospektive“ bei C/O Berlin zu sehen. Die Kinopremiere folgt demnächst.
STRANZHA
Dicht am Schwarzen Meer liegt das Strandzha-Gebirge, mit einem Urwald, der zu den letzten in Europa zählt. Die Grenzregion, deren Geschichte weit in die Zeit vor dem Erinnern zurückreicht, wird immer wieder zum Schauplatz soziopolitischer Entwicklungen. Zogen im Kalten Krieg Flüchtende aus der DDR durch die dichten Wälder, so sind es heute Menschen, die versuchen, Europa zu erreichen, und dafür ihr Leben riskieren. Eine mystische Kreuzung, die einst von den Thrakern besiedelt wurde. Auch sie hallen bis heute in folkloristischen Ritualen geisterhaft nach, während die Natur sich die Orte zurückerobert. Eine verlassene Militärkaserne, in der Kinder spielen, ein Heim für psychisch kranke Frauen, die, von der Gesellschaft vergessen, ihre eigenen Bräuche entwickeln, ehemalige Soldaten, die von dubiosen Geschäften erzählen. Der Debütfilm der Fotografin Pepa Hristova (DGPh) ist eine Mediation über die Ambivalenz eines spirituellen Ortes zwischen Welten und Zeiten und über das Leben am Rande der Gesellschaft.
Mehr Informationen zum Film Strandzha. Trailer: https://vimeo.com/1054481473
Pepa Hristova (DGPh), geboren 1977 in mitten im bulgarischen Balkangebirge, lebt seit 27 Jahren in Deutschland. Sie studierte Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt auf studierte Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt auf Fotografie an der Fachhochschule Hamburg. Seit 2006 arbeitet sie als freiberufliche Fotografin für verschiedene große Magazine sowie an eigenen Projekten, Ausstellungen und Publikationen. Ihr Buch „Sworn Virgins“ wurde 2013 im Kehrer Verlag veröffentlicht. 2006 bis 2016 war sie Mitglied der renommierten Fotoagentur OSTKREUZ in Berlin. Ihre Arbeit ist geprägt von ihrer Faszination für die gebrochene Schönheit des Ostens und ihrem Interesse an sozialen Phänomenen und archaischen Traditionen, was zu einer Auseinandersetzung mit der unbekannten, sich wandelnden Seite Europas führt.
Hristova erhielt mehrere Stipendien und Auszeichnungen, darunter den C/O Berlin Talents Award, den Otto-Steinert-Preis für subjektive Fotografie, ein Stipendium der Berliner Kunstakademie, das „Border Crossers“-Förderung der Robert-Bosch-Stiftung, sowie den N-ost-Reportagepreis. Ihre Arbeiten wurden im Haus der Fotografie/Deichtorhallen Hamburg, bei C/O Berlin, an der Berliner Akademie, im Bozar, im NRW-Forum Düsseldorf, im Stadtmuseum München, in der Nationalgalerie Sofia, im BOZAR Centre for Fine Arts Brüssel und an weiteren Orten ausgestellt.
16° FISCHE beschäftigt sich mit dem Sterben sowie mit dem Werk des Fotografen Walter Schels. Ausschnitte daraus werden im Rahmen der Ausstellung „Walter Schels – 16° Fische. Retrospektive“ bei C/O Berlin präsentiert – als Vorgeschmack auf die bevorstehende Kinopremiere. Die Ausstellung ist vom 19. Juni bis zum 2. September 2026 zu sehen.
Mehr Informationen zum Film 16° Fische
Beide Arbeiten sind stark von der fotografischen Praxis Pepa Hristovas geprägt und bewegen sich an der Schnittstelle von Fotografie und Film. Sie eröffnen eine Perspektive, wie fotografisches Denken heute in anderen Medien weiterwirken kann.