Otto Steinert-Preis. DGPh-Förderpreis für Fotografie 2026. Foto: Aljona Kardash
Otto Steinert-Preis. DGPh-Förderpreis für Fotografie 2026. Foto: Aljona Kardash

Bereits zum 23. Mal vergibt die Sektion Bildder Deutschen Gesellschaft für Photographie den „Otto Steinert-Preis. DGPh-Förderpreis für Fotografie, um herausragende Positionen des professionellen fotografischen Nachwuchses zu fördern. 

Mit dem Preis würdigt die DGPh engagierte, eigenständige und zukunftsweisende fotografische Arbeiten, die sich durch konzeptionelle Stärke, gestalterische Qualität und gesellschaftliche Relevanz auszeichnen. Der Otto Steinert-Preis bietet eine bedeutende Plattform zur öffentlichen Sichtbarkeit und weiteren künstlerischen Entwicklung. 

Der Preis, erstmalig 1979 verliehen, will engagierte Projekte fördern und Talente sichtbar machen. Er ist mit Preisen in Höhe von insgesamt 6.000 Euro dotiert.  Zehn Einreichungen werden in einer Shortlist vorab präsentiert. 
 
Was wird gefördert? 

Mit dem Stipendium wird eine neu zu erstellende fotografische Arbeit gefördert, deren Ergebnisse innerhalb von zwei Jahren fertig gestellt werden müssen. Der/Die Preisträger*in erhält eine Fördersumme von 5.000 Euro. Zwei weitere Bewerber*innen erhalten zudem eine Anerkennung in Höhe von 500 Euro.  

Gefragt sind eigenständige fotografische Bildleistungen. Eine inhaltliche Thematik oder stilistische Ausrichtung wird nicht vorgegeben. Die Deutsche Gesellschaft für Photographie möchte damit aktuellen Bildpraktiken und zeitgenössischen Themen eine Plattform bieten. 

Wer kann sich bewerben? 

Bewerben können sich professionell arbeitende Künstler*innen und Fotograf*innen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung ihren Wohnsitz in Deutschland haben oder die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.  

Zu den Bewerbungsunterlagen gehören: 

  • Ein Portfolio ihrer bisherigen Arbeiten und Kurzbiografie 

  • ein Exposé zum geplanten Projekt 

  • eine Auswahl an 4-10 digitalen Abbildungen (fotografische Skizzen des geplanten Projekts oder/und Abbildungen vergangener Projekte) 

Die Jury wird aus dem Vorstand der Sektion Bild der Deutschen Gesellschaft für Photographie (Alexander Hagmann, Heide Häusler, Helena Melikov), Aliona Kardash (Preisträgerin 2024) sowie Katharina Täschner (Kuratorin C/O Berlin) bestehen. 

Wie kann man sich bewerben? 

Die Unterlagen können ausschließlich online eingereicht werden.  

Bewerbungen für die Preise der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) online einreichen

Einsendeschluss: 15. Januar 2026, 24 Uhr (CET) 

 

Wer war Otto Steinert und warum heißt der Preis so? 

Otto Steinert (geb. 1915 in Saarbrücken, gest. 1978 in Essen) war Mediziner, Fotograf sowie Fotografieprofessor und gilt als einer der einflussreichsten Lehrer und Vermittler von Fotografie in Deutschland. 1947 eröffnete Steinert in Saarbrücken sein erstes Atelier für künstlerische Fotografie. Ein Jahr später begann er dort als Leiter der Fotoklasse an der Staatlichen Saarländischen Schule für Kunst und Handwerk zu unterrichten, deren Direktor er 1952 wurde. 

Bereits 1949 gründete er gemeinsam mit Siegfried Lauterwasser, Peter Keetman, Wolfgang Reisewitz, Toni Schneiders und Ludwig Windstosser die avantgardistische Fotografengruppe fotoform. 1953 traten Heinz Hajek-Halke und Christer Christian der Gruppe bei. Die Mitglieder verstanden sich als künstlerisch arbeitende Fotografen, die das fotografische Experiment suchten und sich in der Tradition des „Neuen Sehens“ der 1920er Jahre sahen. Gemeinsam entwickelten sie die Stilrichtung der „subjektiven Fotografie“, die durch formale Abstraktion, Experimentierfreude, einen individuellen künstlerischen Standpunkt und freie Gestaltung geprägt war. 

1959 nahm Steinert eine Lehrtätigkeit an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen auf, wo er 1973 offiziell zum Professor für Fotografie berufen wurde. 

Otto Steinert war seit 1951 Mitglied und ab 1976 Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). 1962 wurde ihm der Kulturpreis der DGPh verliehen. 1999 erhielt auch die Gruppe fotoform  (mit Siegfried Lauterwasser, Wolfgang Reisewitz und Toni Schneiders) diese Auszeichnung. 

 

Teilnahmebedingungen 

1. Um das Stipendium können sich professionell tätige Fotograf:innen (Student*innen ab dem 4. Semester) sowie mit Fotografie arbeitende Künstler:innen bewerben, die zur Zeit ihrer Bewerbung ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben. 

2. Zur Bewerbung müssen folgende Bewerbungsunterlagen online eingereicht werden (nur vollständig ausgefüllte Bewerbungen werden akzeptiert!): 

  • Kontaktdaten: Vor- und Nachname, Adresse, E-Mail, Telefon, Website  

  • ein kurzes Exposé, in dem Thema, Zielsetzung und Präsentationsform der geplanten fotografischen Arbeiten beschrieben werden; max. 1 DIN A4 Seite; 

  • eine Kurzbiografie, aus der die wichtigsten persönlichen und beruflichen Stationen sowie eventuelle Publikationen und Ausstellungen hervorgehen (max. 1 DIN A4 Seite). 

  • 4 bis 10 Bildbeispiele bisheriger Arbeiten oder fotografische Skizzen der geplanten Arbeit (Format: JPEG, max. 1.024 KB, max. 2.048 Pixel breit, nur RGB -Farbraum). 

3. Einsendeschluss: 

Die komplette Bewerbung muss bis zum 15. Januar 2026, 24 Uhr (CET), auf der Seite Einreichungen Otto Steinert-Preis. DGPh -Förderpreis für Fotografie hochgeladen sein. In einem ersten Schritt nominiert die Jury maximal 10 Bewerber*innen (Shortlist). Aus diesen werden in einer zweiten Runde die Gewinner*innen ermittelt. 

4. Der Preis- Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 6.000 Euro verteilt sich auf ein Stipendium in Höhe von 5.000,00 Euro (1. Preis) sowie zwei Anerkennungen in Höhe von je 500,00 Euro (2. und 3. Preis). 

Das Stipendium ist auf zwei Jahre befristet, die Auszahlung erfolgt in zwei Raten zu je 2.500,00 Euro. Über das Stipendium und die Anerkennungen hinaus können lobende ausgesprochen werden. Über die Vergabe entscheidet die Jury, die sich aus dem Vorstand der Sektion Bild der DGPh, dem/r letzten Otto-Steinert-Preisträger:in und einem weit eren Experten/Expertin aus dem Bereich der Fotografie zusammensetzt. Die Entscheidung ist unanfechtbar. 

5. Der Bearbeitungszeitraum: Die durch die Förderung unterstütze Arbeit muss innerhalb von zwei Jahren ab Preisvergabe abgeschlossen sein. Das durch das Stipendium geförderte Arbeitsergebnis soll innerhalb der nächsten zwei Jahre präsentiert werden. Im Falle einer Ausstellung stellen die Preisträger*innen ihre Fotografien dafür zur Verfügung. 

6. Die DGPh ist berechtigt, die ausgezeichneten Arbeiten ganz oder teilweise in Veröffentlichungen in eigenen Publikationen und auf den DGPh-Internetplattformen die im direkten Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausschreibung oder die Preisvergabe stehen, honorarfrei zu veröffentlichen. Sie ist zudem berechtigt, eine mit den Preisträger*innen abgestimmte, limitierte Anzahl von Fotografien der ausgezeichneten Arbeiten honorarfrei zum Zwecke der Kommunikation über die Preisvergabe an die Presse weiterzugeben.