Der Sieger des sechsten DGPh-Bildungspreises steht fest!

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Pressemitteilung
April 2018

Der Sieger des sechsten DGPh-Bildungspreises steht fest!
Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) vergibt den Preis 2018 an das fotografische Projekt „Philosophieren über Fotografie“

Die Jury hat entschieden, das photographische Seminar von Martina Zöls am Gymnasium Untergriesbach mit dem DGPh-Bildungspreis 2018 auszuzeichnen. Das Projekt verbindet auf vorbildliche Weise den Umgang mit dem Medium der Photographie in Theorie und Praxis.

Den Schülern der Oberstufe des Gymnasiums wird in dem wissenschafts-propädeutischen Seminar auf vielschichtige Weise Medienkompetenz vermittelt. Angefangen von der Geschichte der Photographie, den ersten praktischen Erfahrungen des Sehens, der Vorstellung von Philosophen und Kulturkritikern, bis hin zu Praxisübungen und der künstlerisch inszenierten Präsentation eigener Arbeiten.

Überzeugend fand die Jury dabei das ganzheitliche Vermittlungskonzept von Martina Zöls. So lernen die Jugendlichen im theoretischen Teil unter anderem die Unterschiede zwischen dokumentarischer Photographie und inszenierter Photographie kennen, die jeweils an konkreten Beispielen verdeutlicht werden. Im praktischen Teil erfahren sie neben dem Umgang mit der digitalen Kamera, dass die analoge Schwarzweißphotographie auch in digitalen Zeiten nichts von ihrer Faszination verloren hat. Die Ausarbeitung in der kleinen Dunkelkammer der Schule lieferte dazu die Erkenntnis, dass die Anfertigung eigener Abzüge allerdings auch sehr aufwendig ist.

Unterstützt wurde das Projekt in enger Kooperation durch die Galerie Soiz in Passau, die es ermöglichte, verschiedene Ausstellungen auch außerhalb der Öffnungszeiten zu besuchen und so über Photographie in ihren verschiedenen Ausrichtungen zu reflektieren. Eine Zusammenarbeit, die in Zukunft weiter ausgebaut werden soll. Darüber hinaus war die Eigenleistung der Schüler besonderer Schwerpunkt. In Referaten zu 25 verschiedenen Themen wurde etwa das Unheimliche in der Photographie, Photographie als Waffe, Surrealismus und Photographie sowie die Kriegsphotographie beleuchtet. Die Dokumentation des Seminarprojektes, vor allem auch die Quintessenz zu den einzelnen Themenfeldern, verdeutlicht die große Freude beim Vermitteln der teils sehr anspruchsvollen Aspekte rund um das Medium Photographie.

„Fotografie - das von Schülern vielbenutzte, aber völlig unbekannte und unterschätze Medium. Da muss man doch was ändern!“ So beschreibt Martina Zöls ihre Motivation für die vielschichtige Vermittlung und Vorstellung der Photographie in ihrer ganzen Bandbreite und omnipräsenten Anwendung.

Die diesjährige Jury, der die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Ulli Seegers sowie der Vorstand der Sektion Bildung (Dr. Sandra Abend und ihre Stellvertreterin Berti Kamps und ihr Stellvertreter Jan Schmolling) angehörten, konnten aus insgesamt 23 Projekten auswählen.

Der Jury ist es wichtig, einige der eingereichte Arbeiten in Form einer lobenden Erwähnung besonders hervorzuheben, dazu gehören: Facebook offine, ein Fotoprojekt mit Jugendlichen ohne Schulabschluss von Susanne Keichel, NEOENKEL -  ein interkulturelles, intergenerationelles Fotoprojekt mit jungen Geflüchteten und Senior*innen, vorgestellt von Jörg Meier von Selfiegrafen, COLOUR CODES – ein Fotoprojekt von Tina Umlauf, „Menschen kennen lernen“ – ein fotografisch, dokumentiertes Projekt von Karl Scholten sowie das Fotoprojekt „Mach Dir ein Bild“ - mit afrikanischen Kindern und Jugendlichen eingereicht von der Projektleiterin Marie Köhler.

Einen Überblick über die bisher mit dem Bildungspreis ausgezeichneten Projekte gibt es unter: https://www.dgph.de/preise/bildungspreis.

Pressephoto. Verwendung  nur in Verbindung mit der Berichterstattung über den  DGPh-Bildungspreis 2018 und unter Berücksichtigung des angegebenen Copyrights.

 

 

 

 


 

 

 



Dionysos, © Laura Kaiser

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Aphrodite, © Laura Kaiser (Selbstporträt)

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Martina Zöls, © Werbeagentur detail schaller

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Jury DGPh-Bildungspreis 2018: v.l.n.r.: Jan Schmolling, Dr. Sandra Abend, Berti Kamps, Prof. Dr. Ulli Seegers, © Emma Rubio

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