Mit dem Gruber Award richtet die Sektion Kunst, Markt und Recht den Fokus gezielt auf einen Bereich, der für die Entwicklung der Fotografie von zentraler Bedeutung ist, bislang jedoch nur selten im Zentrum öffentlicher Anerkennung steht – den Fotokunstmarkt.

Würdigung von Vermittlung, Engagement und Verantwortung

Der Gruber Award zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich in besonderer Weise um die Fotografie als kulturelles Gut verdient gemacht haben – insbesondere Galerist*innen, Sammler*innen und Fördernde, die als Vermittelnde zwischen künstlerischer Produktion, Markt und Institutionen wirken.

Sie schaffen Sichtbarkeit, ermöglichen Karrieren, sichern Werke und prägen damit nachhaltig die Wahrnehmung und Entwicklung der Fotografie. Der Preis versteht sich als Anerkennung dieser oft im Hintergrund geleisteten, aber essenziellen Arbeit.

In Memoriam Renate und L. Fritz Gruber

Der Name des Preises erinnert an L. Fritz Gruber, Mitgründer der DGPh im Jahr 1951 und langjähriges Vorstandsmitglied, sowie an seine Frau Renate Gruber, die gemeinsam mit ihm eine der bedeutendsten fotografischen Sammlungen ihrer Zeit aufgebaut hat.

Als Mit-Initiator der photokina, Sammler und Vermittler verkörperte L. Fritz Gruber die Verbindung von Fotografie, Markt und Öffentlichkeit. Renate Gruber trug maßgeblich zur Entwicklung und Pflege der Sammlung bei, die heute im Museum Ludwig in Köln beheimatet ist und dort einen zentralen Bestandteil der fotografischen Bestände bildet.

Der Gruber Award knüpft bewusst an dieses gemeinsame Wirken an und führt die von beiden geprägte Tradition in die Gegenwart fort.

Renate und Prof. L. Fritz Gruber 1998 © Michael Dannenmann
Renate und Prof. L. Fritz Gruber 1998 © Michael Dannenmann