Üben für das Ende der Welt, nahe Moskau, 1990. © Hans-Jürgen Burkard
Üben für das Ende der Welt, nahe Moskau, 1990. © Hans-Jürgen Burkard
The Human Cage, Bahnstation Sima, Sibirische Eisenbahn, 1989. © Hans-Jürgen Burkard
The Human Cage, Bahnstation Sima, Sibirische Eisenbahn, 1989. © Hans-Jürgen Burkard
In den Gängen der Moskauer U-Bahn, 1993. © Hans-Jürgen Burkard
In den Gängen der Moskauer U-Bahn, 1993. © Hans-Jürgen Burkard
Demo, 1. Mai 2013, Berlin. © Hans-Jürgen Burkard
Demo, 1. Mai 2013, Berlin. © Hans-Jürgen Burkard
Hans-Jürgen Burkard, Preisträger des Dr.-Erich-Salomon-Preises 2021. © Martina Rüter
Hans-Jürgen Burkard, Preisträger des Dr.-Erich-Salomon-Preises 2021. © Martina Rüter
Auszeichnung: Dr. Erich Salomon-PreisJahr: 2021Ausgezeichnet wurde: Hans-Jürgen Burkard

Mit dem renommierten Dr. Erich Salomon-Preis zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) in diesem Jahr den deutschen Photographen Hans-Jürgen Burkard aus. Damit würdigt die Gesellschaft einen herausragenden und mutigen Bildjournalisten und seine eindrucksvolle Arbeit als Magazin- und Reportagephotograph aus rund fünf Jahrzehnten.

Seine wichtigsten Arbeiten, stets Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit mit den jeweiligen Textautoren und einer fundierten Recherche und Auseinandersetzung mit der jeweiligen Thematik, beleuchten überwiegend gesellschaftliche Verwerfungen und darin eingebettete menschliche Schicksale.

Hans-Jürgen Burkard, 1952 in Lahnstein geboren, studierte von 1975 bis 1981 Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Photographie an der Fachhochschule Dortmund und realisierte bereits während des Studiums Reportagen für GEO und Stern. Rund 10 Jahre lang – bis 1989 – arbeitete er ausschließlich für GEO, wechselte dann als „Fester Freier“ zum Stern und wurde einer der ersten akkreditierten westlichen Photographen in der ehemaligen Sowjetunion.

Burkards Photoreportagen aus dieser Zeit, wie z. B. „Die Mafia“, die „Rote Armee“, „Stalins lange Schatten“, „In Sibirien“ „Moloch Moskau“ „Szene Moskau“ „Religion in Russland“, “die Kreml-Connection“ und viele andere, gaben bis dahin nie gesehene Einblicke in die Tabuzonen dieses Landes. Die turbulenten Zeiten in der Sowjetunion sind ein Schwerpunkt seiner Arbeit, so dass Russland, wie Hans-Jürgen Burkard sagt, „seine zweite Heimat“ geworden sei.

Burkard wurde für seine Reportagen mit international renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem World Press Photo Award (1991 und 1992) und dem Infinity Award of Journalism des ICP International Center of Photography, New York (1994). Seine Reportagen wurden in allen bedeutenden Magazinen der Welt nachgedruckt.  Seit 2012 ist Hans-Jürgen Burkard Mitglied der DGPh.

Das NDR Fernsehen hat im Vorfeld ein Gespräch mit dem Preisträger geführt, der Beitrag in der Mediathek ist hier zu finden.