Portrait Sarah Greenough © National Gallery of Art, Washington D.C.
Portrait Sarah Greenough © National Gallery of Art, Washington D.C.
National Gallery of Art © National Gallery of Art, Washington D.C.
National Gallery of Art © National Gallery of Art, Washington D.C.
Auszeichnung: DGPh Manfred Heiting Medal of Curatorial Excellence in PhotographyJahr: 2026Ausgezeichnet wurde: Sarah Greenough and National Gallery of Art

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie ehrt die amerikanische Kuratorin und Autorin sowie das Museum in Washington D. C.

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) verleiht die DGPh Manfred Heiting Medal of Curatorial Excellence in Photography 2026 an die amerikanische Kuratorin Sarah Greenough und die National Gallery of Art. Die Auszeichnung würdigt eine Persönlichkeit und eine Institution von internationalem Rang, die gemeinsam eine bedeutende Sammlung geschaffen und diese durch Forschung, Ausstellungen und Publikationen einem breiten Publikum zugänglich gemacht haben. 

Die Auszeichnung geht an das Museum, das – mit der Gründung einer eigenen Abteilung für Fotografie 1990 unter Sarah Greenough – die Fotografie als gleichberechtigte Sammlungssparte neben Malerei, Skulptur, Druckgrafik und Zeichnungen etabliert hat und an Sarah Greenough, die durch Engagement und ihre  herausragenden kuratorischen Leistungen, die Fotografie als eigenständige Sammlungs- und Ausstellungssparte nicht nur mit aufbaute, sondern maßgeblich prägte. 

Sarah Greenough war bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2026 Senior Curator und Leiterin der Abteilung für Fotografie an der National Gallery of Art. Bevor sie zum Museum kam, erhielt Greenough ihren B.A. an der University of Pennsylvania und ihren M.A. und Ph.D. an der University of New Mexico, wo sie bei dem bekannten Fotohistoriker Beaumont Newhall studierte. 1990 wurde sie Gründungskuratorin der Fotoabteilung und war für den Aufbau und die Erweiterung der Fotosammlung der National Gallery verantwortlich, die zwischen 1839 und heute entstanden ist. Sie etablierte auch das Programm für Fotografie des Museums, das bis heute jährlich eine bis zwei Ausstellungen sowie zahlreiche kleinere Präsentationen zeigt. Die Fotografie hat damit einen dauerhaften, sichtbaren Platz im Ausstellungsprogramm des Museums erhalten.

Auch als Institution blickt die National Gallery of Art auf eine herausragende Entwicklung in der Fotografie zurück: Seit dem Beginn der gezielten Sammeltätigkeit 1990 ist der Bestand auf mehr als 25.000 fotografische Werke angewachsen, die die Geschichte des Mediums von seinen Anfängen im Jahr 1839 bis in die Gegenwart abbilden. 

Die Verleihung der Medaillen fand im Rahmen der DGPh Photography Awards am 24. Oktober im Museum für Angewandte Kunst Köln statt.