Die künstlerischen Arbeiten bewegen sich zwischen unterschiedlichen Polen: vom wissenschaftlichen Archivieren einst lebendiger, freier Subjekte, die im Naturkundemuseum als Präparate fortbestehen und mit der Utopie der Unsterblichkeit der Nachwelt erhalten bleiben, über blockierte wie auch unwiederbringlich ausgelöschte Gedächtnisräume von Menschen bis hin zur vom Krieg gezeichneten, zugleich ästhetisch ambivalente Straßenarchitektur Beiruts zwischen Verfall und Überleben. Demgegenüber steht die Geborgenheit einer erst im Erwachsenenalter erfüllten Sehnsucht nach einer Modelleisenbahn im Keller, in der exakte, zugleich teils unübersichtliche Pläne sichtbar bleiben, während die Ordnung ins Wanken gerät. Den äußersten Rand dieses Spannungsfeldes markiert eine künstlerische Auseinandersetzung mit einer Erfahrung radikaler Gewalt und Verletzung, die sich jeder eindeutigen Repräsentation entzieht. Die Arbeiten entwickeln dabei sehr unterschiedliche Strategien des Zeigens und Verbergens. Die Ausstellung entstand im Rahmen eines Workshops, in dem eine gemeinsame Ausstellungskonzeption entwickelt wurde.
Konzeption, Workshop-Leitung und Text: Ute Noll
Ausstellende Künstler*innen:
Ilonka Czerny, Mario El Khouri, Patrick Maier, Marcel Rauschkolb, Heidrun Stern
Veranstaltungen
Samstag, 18. Juli:
Im Rahmen des Fotosommers findet am Samstag, dem 18. Juli 2026 ein eintägiger Workshop zum Thema Kreativität und Wagemut im UNO ART SPACE statt. Geleitet wird er von Cindy Gates und Ute Noll (UNO POP UP ACADEMY). Informationen auf der Website und Anmeldung unter uno.pop.up.academy@icloud.com
Finissage
Samstag, 25. Juli, 18 Uhr
Gespräch mit Dr. Bertram Kaschek, Kurator an der Staatsgalerie Stuttgart, den Künstler:innen und Ute Noll
Öffnungszeiten
Dienstag, 23. Juni, 18 – 20 Uhr
Freitag, 17. Juli, 15 – 17 Uhr
sowie nach Vereinbarung per E Mail, über die Website oder via Instagram.