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Den Vesuv stets im Blick, die Schwefeldämpfe der Vulkane der Phlegräischen Felder in der Nase und das Zittern der Erde bei den Erdbeben im Körper – in der süditalienischen Metropole Neapel gehören die Bedrohungen durch die Natur wie selbstverständlich zum Lebensgefühl. Doch die Neapolitanerinnen und Neapolitaner sind in alledem eher Künstlerinnen und Künstler der positiven Lebenseinstellung, der Hoffnung. Dem nähert sich die Ausstellung HOFFNUNG IN NEAPEL | SPERANZA A NAPOLI. FOTOGRAFISCHE INTERPRETATIONEN des Fotografen Stefan Heinze (DGPh) mit drei Arbeiten.
Die Ausstellung ist vom 6. September bis 6. November 2026 in der St.-Godehardi-Kirche, Bad Nenndorf bei Hannover, zu sehen. Gezeigt werden rund 45 nahezu ausschließlich in diesem Jahr entstandene und bisher unveröffentlichte Fotografien. Die Arbeiten thematisieren Erfahrungen, die in biblischen Texten aber auch in der Stadt Neapel selbst zum Ausdruck kommen.
Führungen und Begleitveranstaltungen runden das Ausstellungsangebot ab. Mit der Präsentation ergänzt die St.-Godehardi-Kirchengemeinde ihr vielfältiges Programm anlässlich der niedersächsischen Landesgartenschau in Bad Nenndorf (bis 18. Oktober).
Die in der Ausstellung HOFFNUNG IN NEAPEL | SPERANZA A NAPOLI zu sehenden Fotografien sind Arbeitsergebnisse eines Fotoaufenthaltes in der Stadt Neapel im Mai 2026. Nach der Fotografie zu literarischen Texten habe ich in dem Monat Möglichkeiten erprobt, zu biblischen Texten zu fotografieren. Ziel war es, meine Bildsprache dazu passend weiterzuentwickeln.
Die drei Arbeiten spiegeln meinen Prozess der Auseinandersetzung mit den Texten, der Stadt Neapel und der Bildsprache wieder. Sie wollen nicht journalistisch über die Stadt Neapel berichten und auch nicht die biblischen Texte illustrieren, sondern zeigen, wie ich die Texte in Neapel verstanden habe. Es sind meine subjektiven fotografischen Interpretationen.
Dreh- und Angelpunkt dieser Interpretationen sind die Erfahrungen, die sich in den Texten widerspiegeln aber ähnlich auch im heutigen Neapel. Diese Erfahrungen lassen sich vor allem mit bedeutungsoffeneren, symbolischeren Fotografien thematisieren. Diese Bilder sollen dazu einladen, auch eigene Erfahrungen zunächst mit den Bildern ins Gespräch zu bringen, später auch mit den biblischen Texten.
Die in den Fotografien zur Sprache kommenden Erfahrungen können aber nicht nur religiös gedeutet werden. Auch in der Literatur werden Krisen, soziale Missstände, Visionen der Hoffnung, (...) sprachlich verarbeitet. Meine Fotografien aus Neapel können daher ebenso mit literarischen Texten ins Gespräch gebracht werden.
Stefan Heinze ist Fotojournalist und Journalist. Er studierte zunächst Evangelische Theologie, arbeitete fast 25 Jahre freiberuflich für die Hannoversche Allgemeine Zeitung/Neue Presse sowie andere Auftraggeber und inzwischen mit halber Stelle als Referent für Medienarbeit des Ev.-luth. Kirchenkreises Burgdorf.
Freiberuflich fokussiert er sich neben Fotojournalismus und Videointerviews inzwischen auf das Fotografieren zu literarischen sowie biblischen Texten (Tirana 2025, Neapel 2024 und 2026).
Das Angebot einer Studienzeit seitens der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und die kollegialen Vertretungen im Ev.-luth. Kirchenkreis Burgdorf ermöglichten den Fotoaufenthalt in Neapel im Jahr 2026.