© Nicolaus Schmidt, Kreuzeiche Hürbel 2016, 100 x 256 cm
© Nicolaus Schmidt, Kreuzeiche Hürbel 2016, 100 x 256 cm
Redner*in
Dr. Helen Adkins
Fotograf / Fotografin
Nicolas Schmidt
Ausstellungsdatum
-
Name der Galerie / Museum / Ausstellungsort
Beschreibung

NATURA VIVA ist ein fotografischer Arbeitsbereich von Nicolaus Schmidt (DGPh), der auf den italienischen Begriff natura morta anspielt. Dargestellt wird regungslose Natur, die im Unterschied zum Stilleben die Momentaufnahme einer lebenden Pflanze zeigt. Wie beim Stillleben spielt die Komposition eine große Rolle. Diese konzentriert sich ausschließlich auf die dargestellte Pflanze. Es ist so gut wie nie die Umgebung zu sehen.

Entstanden ist dieses Projekt auf der Insel Elba, beim Fotografieren von Agaven. Diese Ausstellung zeigt einen weiteren Bereich, Fotografien von Baumrinden, darunter herausragend die von Schwarzpappeln und die von Platanen. Beide zeichnen sich durch eine starke Dramatik ab, mit fast Schwarz-Weiß-Wirkung bei den Pappeln und mit noch nie so dargestellter Farbigkeit bei den Platanen. Alle besonderen Wirkungen beruhen auf natürlichen Licht- und Wettersituationen. Die fotografierten Pappeln standen in Deutschlands kleinster Stadt Arnis, wo sie inzwischen nach etwa 100 Jahren gefällt werden mussten. Die Fotografien im Format 150 x 100 cm sehen auf den ersten Blick teilweise nach Luftaufnahmen von zentralasiatischen Gebirgen aus. Diese Vieldeutigkeit der Bilder ist eine Absicht des Fotografen.

Die Baumrinden in extremen Querformat ( 100 x bis zu 300 cm) sind diejenigen der tausendjährigen Bäume, die der Künstler im Hohenloher Land fotografiert hat: Eichen und Linden. Alterung und Zeit sind auch bei den hochformatigen Baumfotografien wichtige Aspekte. Bei den Tausendjährigen steht dieses Thema im Mittelpunkt. In den Ansichten der mächtigen Baumstämme, die wie bei allen Arbeiten das ganze Format ausfüllen und keine Begrenzung haben, spiegeln sich Jahrhunderte, Geschichte, Wetter und Klima. (Auszug Pressetext)