
Beim FOTOTREFF #45 sprechen die Künstlerinnen Luise Schröder (Berlin), Dana Lorenz & Sophia Kesting (Berlin/ Leipzig) gemeinsam mit der Autorin und Kuratorin Sonia Voss (DGPh /Berlin/Paris).
Ausgehend von ihren aktuellen Publikationen tauschen sie sich zu zeitgenössischen fotografischen Perspektiven auf Deutsch-Deutsche Geschichte(n) und zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen aus.
Termin und Ort der Veranstaltung
Samstag, den 29. November 2025 um 19 Uhr,
SANKT STUDIO Berlin
Mittenwalder Strasse 15
10961 Berlin
Termin im Kalender eintragen: FOTOTREFF_#45.ics
FOTOTREFF #45 findet in deutscher Sprache statt.
Die Räumlichkeiten bieten Platz für max. 60 Besucher*innen. Einlass ab 18:30 Uhr.
TALK
Luise Schröder, in deren bildnerischen Praxis der Umgang mit Geschichte und Erinnerung sowie deren Bedeutung für die Gegenwart eine wesentliche Rolle spielen, forscht seit 2021/22 inhaltlich und ästhetisch zu den vergessenen Aktivitäten nichtstaatlicher Frauen- und Lesbengruppen in der DDR. Ihre Publikation “Stömungen in Bewegung” erschien 2025 im Verlag des Fotohof Salzburg.
Sophia Kesting und Dana Lorenz haben sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren in dokumentarisch-künstlerischen Fotografien mit dem Transformationsprozess des Platzes der friedlichen Revolution in Leipzig auseinandergesetzt. In ihrer Publikation mit dem Titel Asphalt, Steine, Scherben (Vexer Verlag, 2024) verwebt das Duo ihre gemeinsam entwickelte fotografische Bildebene mit biografischen Textfragmenten.
Luise Schröder
Die Fotografin und bildende Künstlerin beschäftigt sich in ihren Installationen, Fotografien, Videos und Publikationen mit Geschichte und deren Bedeutung für die Gegenwart. Schröders Arbeiten eröffnen stets poetische Reflexionsräume, alternative Wissenskontexte und ermöglichen neue Perspektiven auf Geschichte in der Gegenwart. Luise Schröder studierte Fotografie und Medienkunst an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Ihre Arbeiten wurden international präsentiert, u.a. Rencontres Internationales Paris/Berlin; Centre Pompidou, Paris; 7. Berlin Biennale für Zeitgenössische Kunst, Berlin; Galerie EIGEN+ART, Leipzig/Berlin. Nach Residenzen in der Villa Aurora (Los Angeles) sowie an der Cité internationale des arts (Paris) ist sie aktuell Stipendiatin des Berliner Programm Künstlerische Forschung 2024/25.
Dana Lorenz
Dana Lorenz (Berlin) ist eine queere transdisziplinär arbeitende bildende Künstler*in. In der künstlerisch-forschenden Praxis thematisiert Lorenz die Verwobenheit von Klassismus, queeren Körperpolitiken und biografischen Erfahrungen. Aus dieser Recherche entstehen raumgreifende Installationen, eine Assemblage aus skulpturalen Objekten, Fotografien und Texten, die essayistisch und assoziativ, humorvoll und reparativ geschrieben sind. Das Schreiben an der Schnittstelle zur bildenden Kunst verkörpert weder eine akademische, noch eine rein literarische Textproduktion, sondern ist vielmehr ein integraler Bestandteil der visuellen Praxis.
Sophia Kesting
Sophia Kesting (Leipzig) ist eine feministisch-intersektional arbeitende bildende Künstlerin, Fotografin und Lehrende. Sie ist Mutter einer Tochter. In ihrer künstlerischen Forschung, ihren Rauminstallationen und fotografischen Langzeitprojekten thematisiert sie ausgehend vom fotografischen Bild durch Achivmaterial, auto-fiktionalen Text, Sound und Lecture Performances gesellschaftliche und soziale Umbrüche und macht Wechselwirkungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart sicht- und erfahrbar. Sophia Kesting studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wo sie anschließend bis 2023 künstlerische Mitarbeiterin in der Klasse für Fotografie und Medien war. Zur Zeit macht sie einen Phd in der Kunst an der KU Leuven / LUCA school of Arts in Brüssel und arbeitet ausgehend von der friedlichen Revolution 1989 zu Widerstandspraxen und den Auswirkungen des Umbruchs auf unsere Gegenwart und Zukunft im deutschen und europäischen Kontext.
Sonia Voss
Sonia Voss (Berlin/Paris) ist freie Kuratorin und Autorin. Ihr Interessengebiet umfasst historische oder kulturelle Fotografie sowie zeitgenössische Positionen aus Frankreich, aus Deutschland und Osteuropa. Zu ihren Ausstellungen gehören: The Forms of Things, The Forms of Skulls, Forms of Love (Paris Photo/Grand Palais, 2024) oder Restless Bodies. East German Photography 1980-1989 (Les Rencontres d’Arles, 2019; National Gallery of Art, Vilnius, 2022). Sonia Voss gibt regelmäßig Publikationen heraus und schreibt als Gastautorin; Zuletzt erschienen: Hosen haben Röcke an. Künstlerinnengruppe Erfurt 1984-1994 (nGbK/Hatje Cantz, 2023), The Freedom Within Us. East-German Photography 1980-1989 (Koenig Books, London, 2019).
SHOW + TELL
Im zweiten Teil des Abends laden wir junge Fotograf*innen aus der Metropolregion Berlin im Rahmen unseres Open-Call-Formates SHOW + TELL ein, eigene, sich-im-Werden-befindende fotografische Arbeiten vorzustellen und Feedback und Anregungen für die Weiterentwicklung ihrer Projekte zu erhalten.