75 Jahre DGPh | 75 Interviews | 75 Perspektiven

75 Interviews, geführt mit 75 DGPh-Mitgliedern, eröffnen Einblicke in den inhaltlichen Reichtum der DGPh. Ausgewählt vom Vorstand, stehen sie generationenübergreifend stellvertretend für die vielen Felder der Fotografie, für die Vielfalt der Themen und Blickwinkel innerhalb der DGPh. Gemeinsam zeichnen die Interviews ein facettenreiches Bild ihrer Mitglieder und verweisen gleichzeitig auf die verbindende Kraft der Fotografie. Die Interviews anlässlich des 75-jährigen Bestehens der DGPh führte Ute Noll, Redakteurin und Kuratorin mit Schwerpunkt Fotografie, von der auch das Konzept für die Gesprächsreihe stammt.

Ditmar Schädel: Das brüchige Bildgedächtnis

Der Weg, Langzeitbelichtung, Barytpapier, 1995 Fotografische Langzeitbelichtung in einem ehemaligen Zwangsarbeiterlager für den Torfabbau in der Lüneburger Heide © Ditmar Schädel
Der Weg, Langzeitbelichtung, Barytpapier, 1995 Fotografische Langzeitbelichtung in einem ehemaligen Zwangsarbeiterlager für den Torfabbau in der Lüneburger Heide © Ditmar Schädel

Interview und Text: Ute Noll 

Ditmar Schädel, geboren 1960 in Stade, zählt zu den Fotografen, die das Medium nicht nur praktizieren, sondern auch vermitteln. Er studierte Kulturpädagogik und ist seit 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen, wo er das Fachgebiet Kunst und Gestaltung betreut. Seine fotografische Praxis bewegt sich zwischen dokumentarischen Langzeitbeobachtungen und experimentellen, materialbezogenen Verfahren w ds der DGPh. 

Jessica Backhaus: Spannung zwischen Realität und Abstraktion

Plate 2026, aus der Serie Papyrus © Jessica Backhaus
Plate 2026, aus der Serie Papyrus © Jessica Backhaus
Jessica Backhaus, geboren in Cuxhaven, wuchs in einer Künstlerfamilie auf. Mit 16 Jahren ging sie nach Paris, wo sie Fotografie und Visuelle Kommunikation studierte. Dort begegnete sie Gisèle Freund, die zu einer prägenden Mentorin wurde. 1995 zog Backhaus nach New York, assistierte einflussreichen Fotografen und entwickelte ihre eigene Bildsprache [...]

Klaus Honnef: Bilder lesen heißt denken

Gewinnerbild UNICEF Foto des Jahres 2022 © Eduardo Soteras, Argentinien, AFP (Agence France Press)
Gewinnerbild UNICEF Foto des Jahres 2022 © Eduardo Soteras, Argentinien, AFP (Agence France Press)
Klaus Honnef, geboren 1939 in Tilsit (heute Sowetsk, Russland), zählt zu den einflussreichsten Stimmen der Fotografie in Deutschland. In Theorie, Ausstellungspraxis und Publizistik setzte er wegweisende Akzente und reflektierte konsequent die gesellschaftliche Funktion des Mediums. Nach dem Studium der Soziologie und Geschichte in Köln begann er als Journalist.

Karl-Heinz Steckelings: Wirklichkeit neu ordnen

Backstage, Titelbild des gleichnamigen Buches. Pina Bausch mit Gruppe im Probensaal © Karl-Heinz Steckelings
Backstage, Titelbild des gleichnamigen Buches. Pina Bausch mit Gruppe im Probensaal © Karl-Heinz Steckelings

Interview und Text: Ute Noll 

Karl-Heinz Steckelings, geboren 1930 in Berlin, lebt seit seiner Kindheit in Wuppertal. Dort wuchs er in einem Familienbetrieb auf, den er später übernahm und bis 2020 führte. Seit Mitte der 1960er Jahre realisierte er zahlreiche Kurz- und Dokumentarfilme. Ab 1974 wandte er sich intensiv der Fotografie zu. Wichtige Impulse erhielt er in Seminaren, unter anderem bei Pan Walther und Harald Mante sowie bei Lehrenden in den Niederlanden.