DGPh verleiht den Kulturpreis 2010 an Stephen Shore

Februar 2010

Mit dem US-amerikanischen New-Color-Pionier Stephen Shore ehrt die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) einen der bedeutendsten Photographen der Gegenwart.


Portrait von Stephen Shore, Copyright by Carlos Lopes

Stephen Shore zählt neben William Eggleston und Joel Sternfeld zu den führenden Protagonisten der New-Color-Photography. Mit ihm würdigt die DGPh eine herausragende Persönlichkeit, deren ikonisches Schaffen international gleich mehrere Photographengenerationen entscheidend geprägt hat.Bereits in seiner Kindheit experimentierte Stephen Shore, der 1947 in New York geboren wurde, mit der Photographie. Edward Steichen, Kurator des Museum of Modern Art in New York, erwarb 1961 drei s/w-Prints von dem 14jährigen für die photographische Sammlung. Mitte der 1960er Jahre begann Shore das künstlerische Treiben in Andy Warhols Factory zu dokumentieren. Von den zeitgemäßen künstlerischen Entwicklungen der Photoszene inspiriert, entstanden ab 1969 serielle Arbeiten, die zwei Jahre später in einer Einzelausstellung im Metropolitan Museum of Art in New York ausgestellt wurden.

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Sylvia Plachy erhält Dr.-Erich-Salomon-Preis 2009 der DGPh

Die US-amerikanische Photographin Sylvia Plachy wird am 6. Februar 2010 im Willy-Brandt-Haus in Berlin mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgezeichnet. Unter dem Titel „Waiting“ wird zeitgleich eine Ausstellung mit Arbeiten aus dem Gesamtwerk der Photographin eröffnet, die dort bis zum 28.März 2010 gezeigt wird.

Der seit 1971 alljährlich für "vorbildliche Anwendung der Photographie in der Publizistik" vergebenen Preis erinnert an Dr. Erich Salomon, den großen Photographen der Weimarer Republik, dem der moderne Bildjournalismus starke Anregungen verdankt.

Mit der 1943 in Budapest geborenen Sylvia Plachy ehrt die DGPh eine international renommierte Photographin, die neben ihrer 30jährigen Tätigkeit für das New Yorker Magazin "Village Voice" für viele bekannte Publikationen, wie "Newsweek", "GEO", "Vogue" und "Time Magazine" arbeitete, mehrere Bücher herausbrachte und zahlreiche, teilweise permanente Ausstellungen in verschiedenen Museen hat, so im "George Eastman House", "The San Francisco Museum of Modern Art" und dem "Museum of Modern Art" in New York (MoMA).


Porträt von Sylvia Plachy - © by Walton Goggins

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DGPh verleiht Kulturpreis 2009 in Heidelberg an den Photographen Wolfgang Tillmans

(Heidelberg, 3. Oktober 2009) In einer Feierstunde in den Räumen des Heidelberger Kunstvereins verleiht die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) im Rahmen des 3. Fotofestivals Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg den Kulturpreis 2009 der DGPh an den in London und Berlin lebenden, deutschen Photographen Wolfgang Tillmans. Sein umfassendes und vielfältiges photographisches Oeuvre ist vor allem durch achtsame Beobachtung seiner Umwelt, ein bewusstes künstlerisches Spiel zwischen Perfektion und Imperfektion sowie konsequente und innovative Präsentationsformen geprägt. Es ist einflussreich, stilbildend und hat vor allem den Wirkungskreis der Photographie in den letzten 20 Jahren in ungewöhnlicher Art und Weise erweitert. Deshalb sieht die DGPh Wolfgang Tillmans als „Persönlichkeit mit bedeutenden Leistungen im Bereich der Photographie“ und verleiht ihm die – neben dem Dr.-Erich-Salomon-Preis für die vorbildliche Anwendung der Photographie in der Publizistik - höchste Ehrung der Gesellschaft.

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Die Laudatio in schriftlicher Form finden Sie hier, einen Mitschnitt bei FotoTV.

Ein Interview mit F. C. Gundlach anlässlich der Preisverleihungen finden Sie in den FotoTV News.

Die Pressemeldung zur eigentlichen Verleihung finden Sie hier.

 

HighTech-Kamera aus Deutschland

Die Firma SpheronVR AG hat ein vollsphärisches Panorama-Kamerasystem geschaffen, das Bilder mit einem Dynamikumfang von bis zu 26 Blenden aufnimmt. Das System fand seinen Weg nicht nur in die Filmstudios Hollywoods, sondern auch in die Design-Studios von Autoherstellern – und in die Ausrüstung des Bundeskriminalamtes.

Für die Entwicklung erhält Geschäftsführer Gerhard Bonnet den Robert-Luther-Preis des Jahres 2009.

Im Rahmen der Preisverleihung richtet die Sektion Wissenschaft und Technik einen Workshop „Werkzeuge für neue Bildwelten“ aus. Die Themenbereiche sind „High Dynamic Range“ (Bilder mit hohem Dynamikumfang) und Computer Generated Imaging. Die Kamera „SpheroCam HDR“ ist in beiden Welten zu Hause.

Die kostenlose und öffentliche und Veranstaltung findet am 6. November 2009 ab 13:00 Uhr im Rahmen eines Workshops in der FH Köln, Institut für Medien und Fototechnik, Betzdorfer Str. 2, 50679 Köln statt.

Daran schließt sich eine nicht öffentliche Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl an.

Das Programm finden Sie hier.

 

DGPh vergibt Otto-Steinert-Preis 2009 an Pepa Hristova

Der Otto-Steinert-Preis 2009 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) wird an die 1977 in Bulgarien geborene und in Hamburg lebende Photographin Pepa Hristova vergeben.

Ihre Arbeit „Sworn Virgins“ überzeugte die Jury vor allem durch ihre Wahrhaftigkeit und die ungewöhnliche Thematik sowie die sensible und stille Umsetzung. Das bewegende Photo-Essay handelt von albanischen Frauen, die aufgrund eines uralten Ritus in einer männlichen Identität leben, als geschworene Jungfrauen.

Benannt nach dem großen Deutschen Photographen und Lehrer, wird der Otto-Steinert-Preis als Stipendium für eine zu erstellende, zeitlich begrenzte photographische Arbeit alle zwei Jahre vergeben. Berücksichtigt werden eine Projektskizze und bisherige eigenständige photographische Bildleistungen, unabhängig von ihrer stilistischen Ausrichtung oder ihrem Anwendungsgebiet. Dieser Preis richtet sich besonders an junge, talentierte Photographen/innen. Der Otto-Steinert-Preis gilt als einer der wichtigsten photographischen Förderpreise in Deutschland und ist mit 5000 Euro dotiert.

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"Quo vadis – Photographie in Medizin und Wissenschaft?"

Die Sektion Medizin- und Wissenschaftsphotographie veranstaltet vom 11. bis 12. September 2009 mittlerweile zum achten Mal die erfolgreiche Tagung „Quo vadis – Photographie in Medizin und Wissenschaft?“. Die Tagung richtet sich an alle Photographen, nicht nur an Photographen aus Medizin und Wissenschaft. Eine Vielzahl interessanter Vorträge und als Begleitprogramm die Photoausstellung "Lost Hospitals" von Tania Reh, Berlin, sowie Industrieausstellungen der Firmen EMC Deutschland, HP Deutschland, Kaiser Fototechnik und Nikon erwarten Sie. Hier das vollständige Programm und das Anmeldeformular. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Für die Planung ist jedoch eine Anmeldung sowohl zum Get Together als auch zu den Vorträgen erforderlich. Bitte melden Sie sich bis zum 4. September an unter dgph@dgph.de, Tel. 0221/9 23 20 69 oder Fax. 0221/9 23 20 70. 

 

Deutsche Gesellschaft für Photographie bestürzt über Verlust des photographischen Archivguts in Köln

Neben dem Leid für die Menschen, von denen zwei das Unglück wohl nicht überlebt haben, viele andere ihr Hab und Gut einschließlich aller persönlicher Erinnerungen verloren haben, werden die Folgen des Einsturzes des Kölner Stadtarchivs wohl zu Recht als kulturhistorische Katastrophe eingeschätzt.

Die DGPh kann sich diesem Urteil auch bezogen auf die Photographie nur anschließen. Umfangreiche Bild- und Schriftdokumente zur Photographie waren im Stadtarchiv untergebracht, darunter der umfangreiche dokumentarische Nachlassbestand von L. Fritz Gruber und der Schriftennachlass des Medienphilosophen Vilém Flusser.

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