Robert Delpire, Kulturpreisträger 2007, ist verstorben

Robert Delpire, geboren 1926, war ein herausragender Kurator, Herausgeber, Redakteur und Filmproduzent des 20. Jahrhunderts. In unzähligen Ausstellungen in seiner schon früh gegründeten Galerie in Paris, aber auch als Berater für renommierte Museen trug er zur Sichtbarkeit und oft zur Entdeckung vieler Photographen bei. Am 26. September 2017 ist er verstorben.

Durch seine enge Kooperation mit der Agentur Magnum und mit seiner langjährigen Leitung des Centre National de la Photographie konnte er wichtige Positionen der internationalen Photographie präsentieren und verhalf so z.B. Brassaï, Henri Cartier-Bresson, Robert Doisneau und Robert Frank zu großer Popularität.


Als Verleger von PhotoPoche konnte Delpire nicht nur der Photographie einen großen Dienst erweisen, wichtige Bücher z.B. von Josef Koudelka, Robert Capa oder René Burri gehen auf seine Initiative zurück. Für ihn war die Photographie immer auch ein demokratisches Medium und durch die unzähligen Fotografinnen und Fotografen, die er in PhotoPoche und in seinem Verlag Delpire & Co vorstellte, vertrat er eine große Bandbreite und verhalf ihr zu der heute bestehenden Anerkennung.   

Mit Robert Delpire geht einer der großen Visionäre der Photographie. Für sein Lebenswerk wurde er 2007 gemeinsam mit seiner Frau, der Photographin Sarah Moon, mit dem Kulturpreis der DGPh geehrt. In seiner Laudatio sprach FC Gundlach dem Preisträger zu, dass „seine Editionen von großer Sorgsamkeit, stringenter Konzeption und einer Hochachtung vor dem Photographen und seiner Arbeit geprägt seien.

Robert Delpire erhielt außerdem den ICP Infinity Award und den Prix Nadar für seine Arbeit.