Der Gang der Dinge. Welche Zukunft haben photographische Archive und Nachlässe?

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Pressemitteilung/ März 2012

„Der Gang der Dinge. Welche Zukunft haben photographische Archive und Nachlässe?“

Eine interdisziplinäre Tagung der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) in Kooperation mit dem Institut Heidersberger, Wolfsburg, und dem Netzwerk Fotoarchive e.V., Köln, am 29. und 30. Juni 2012 im Schloss Wolfsburg in Wolfsburg.

„Wo und wie kann mein künstlerisches und schriftliches Archivgut für kommende Generationen sicher aufbewahrt, erschlossen und zugänglich gemacht werden?“ Das fragen sich weltweit immer mehr Photographen, Sammler und deren Erben. Das Thema ist brisant: Zu viele wertvolle Bestände landeten schon im Müll oder in unberufene Hände; zu viele bedeutende Bildsammlungen und Archive fanden bereits im Ausland ihre Heimat.


Die DGPh hat zu ihrem zweitägigen Symposium internationale Photohistoriker, Archivare und Kunstwissenschaftler, Restauratoren und Juristen eingeladen. Sie befassen sich mit drei Schwerpunkten:

- Praxis und Probleme bei der Weiterreichung von Nachlässen und Sammlungen
- Rahmenbedingungen, unter denen Nachlässe und Sammlungen vorbildhaft erhalten und zugänglich gemacht werden können, und mit
- Konzepten und Zielen neu gegründeter oder im Aufbau befindlicher Netzwerke und Datenbanken

Deutschland verfügt über eine noch überschaubare Zahl von Institutionen und Initiativen, die sich für ihren Erhalt einsetzen. Jede von ihnen ist von individuellem Format und Zielsetzung. Archive sind Systeme, an denen beispielhafte Veränderungen unserer Geschichte ablesbar werden. Ziel des Symposiums ist, neben den praktischen Fragen der Weitergabe und Institutionalisierung auch den Diskurs und Austausch so verstandener Archiv-Systeme zu moderieren.

Anmeldungen zum Symposium sind ab sofort bei der Geschäftsstelle der DGPh  möglich. (Details siehe unten)

Diese Pressemitteilung und das ausführliche Programm finden Sie auch zum Download unter www.dgph.de/presse_news/pressemitteilungen

Teilnehmergebühren für das Symposium

Für Mitglieder der DGPh und Studierende:
beide Tage: 45 Euro, nur 1. Tag € 30,-/ nur 2. Tag € 22,-

Alle übrigen Teilnehmer:
beide Tage 75 Euro, nur 1. Tag € 55,-/ nur 2. Tag € 36,-

Anmeldungen werden bis zum 14. Juni 2012 erbeten.

Anmeldung und Auskünfte

Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Photographie, Rheingasse 8-12,
50676 Köln, Tel.: 0221-9 23 20 69, Telefax: 0221-9 23 20 70,
eMail: dgph@dgph.de

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Programm
Änderungen vorbehalten

Freitag, 29. Juni 2012

14:00 Uhr    Eröffnung
Bernd Rodrian, Institut Heidersberger und DGPh
Dr. Christiane Fricke, DGPh

Moderation: Dr. Christiane Fricke

14:30 Uhr    Simon Schwinge, DGPh
„Jetzt machen Sie mal was Schönes. Am besten über die Frisuren der 50er Jahre. Über Irrungen und Wirrungen eines photographischen Nachlasses auf der Suche nach einer Perspektive.“

15:00 Uhr    Dr. Florian Mercker, PHIDIAS Rechtsanwälte
„Drum prüfe, wer sich ewig bindet.
Wie sichere ich die Weitergabe rechtlich ab?. Juristische Fragen bei der Weitergabe einer Sammlung / eines Nachlasses“

15:30 Uhr     Fragen an die Referenten

16:00 Uhr    Kaffeepause

16:30 Uhr     Simone Klein, Sotheby’s Department Europe und DGPh
„Welchen Wert hat mein Bestand?“

17:00 Uhr    Marjen Schmidt, Dipl.-Ing.Fotografierestaurierung, DGPh
„Was sind gute Archivbedingungen?“


17:30 Uhr    Franziska Maria Scheuer, M.A., Promotions-Stipendiatin der Phillips Universität Marburg
"Vom ‚Archiv ohne Besucher‘ zum öffentlichen Museum. Die Pariser Autochrome-Sammlung „Les Archives de la Planète“

18:00 Uhr    Fragen an die Referenten


Samstag, 30. Juni 2012

Moderation: Simon Schwinge

9:30 Uhr    Sebastian Lux, Stiftung F.C. Gundlach
Jens Bove, Deutsche Fotothek
„Quo vadis? Der Umgang mit photographischen Nachlässen in
Deutschland“
Konkrete Perspektiven für die Erhaltung und Aktivierung bedrohter Bestände als Kulturgut und visuelles Gedächtnis. Zentrale und dezentrale Strukturen für die Archivierung von Photographennachlässen, ihre Vermittlung und ihre Präsentation in einer Bilddatenbank.

10:00 Uhr    Karolina Lewandowska, Archeology of Photography Foundation, Warschau.
„Die Archeology of Photography Foundation in Warschau. Ein Modell für den Umgang mit Nachlassgebern“

10:30 Uhr    Fragen an die Referenten

11:00 Uhr    Kaffeepause

11:30 Uhr    Dr. Enno Kaufhold, freier Photohistoriker, Berlin
„Netzwerk Fotoarchive e.V.
Das Bewahren von Photoarchiven auf der Basis dezentraler Strukturen. Informationen geben, Initiativen bündeln und vernetzen.“

12:00 Uhr    Daniel Barroy, Mission de la photographie
„Französische Archive und Sammlungen im Netz. Zum Start der Website ARAGO“

12:30 Uhr     Fragen an die Referenten

13:00 Uhr    Mittagspause

14:00 Uhr    Thomas Jahn, Foto Marburg
„Dokument und Artefakt. Neuere Entwicklungen in der Archivierung und Dokumentation kunsthistorischer Photo-Nachlässe.“

14:30 Uhr    Dr. Karin Lingl, Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds
„Erhalten statt Kassieren. Zur Praxis des Archivs für Künstlernachlässe in Brauweiler“

15:00 Uhr    Sabine Krell, Stadtarchiv Bonn und DGPh
„Photographische Nachlässe in öffentlichen Archiven. Zu den Kassations-Kriterien eines Stadtarchivs“

15:30 Uhr    Bernd Rodrian, Institut Heidersberger und DGPh
„Institut Heidersberger - Das lebendige Archiv“

16:00 Uhr    Dr. Christiane Stahl, Alfred Ehrhardt Stiftung und DGPh
„Zukunftsmodelle für die langfristige Finanzierung der Stiftung“

16:20 Uhr    Kaffeepause

16:50 Uhr    Podiumsgespräch
Ausdauer und Phantasie: Sinnvolle und neue Wege zur Sicherung fotografischer Nachlässe und Archive?
Moderation: Wolfgang Hesse, Rundbrief Fotografie, Dresden, und Anna Gripp, Photonews, Hamburg, beide Netzwerk Fotoarchive und DGPh


Sonntag, 1. Juli 2012
Rahmenprogramm optional

Bernd Rodrian führt um 10:15 Uhr durch das Institut Heidersberger, Schloss Wolfsburg

Besuch der Ausstellung
Studio Heidersberger „Schichtwechsel“
Heinrich Heidersberger und Marc Theis
Städtische Galerie Wolfsburg
Schloss Wolfsburg
Schlossstraße, 38440 Wolfsburg
http://www.staedtische-galerie-wolfsburg.de/
Dienstags 13.00 bis 20.00 Uhr, Mittwoch bis Freitag 10.00 - 17.00 Uhr, Samstag 13.00 bis 18.00 Uhr, Sonntag 11.00 bis 18.00 Uhr

Besuch des Kunstmuseum Wolfsburg
Hollerplatz 1, 38440 Wolfsburg
http://www.kunstmuseum-wolfsburg.de/
Mittwoch - Sonntag 11.00 - 18.00 Uhr, Dienstag 11.00 - 20.00 Uhr
Sammlung Kunstmuseum Wolfsburg (bis 8. Juli)
Ornament - Ausblick auf die Moderne. Ornamentgrafik von Dürer bis Piranesi (ab 2. Juli)

Besuch des Museum für Photographie Braunschweig
Helmstedter Str. 1 • 38102 Braunschweig
http://www.photomuseum.de/museum/museum.html
Di. bis So.: 13 bis 18 Uhr
Seiichi Furuya (bis 5. August)
Ricarda Roggan (bis 5. August)
Kairo. Offene Stadt. (ab 30. Juni)

Eintrittspreise zu den Museen sind nicht in den Teilnahmegebühren enthalten.