Ralf Meyer - "Architektonische Nachhut", 2001 - 2006

„Der Gang der Dinge. Welche Zukunft haben photographische Archive und Nachlässe?“

    Ausstellungsraum der Alfred Ehrhardt Stiftung Berlin, 2010, Foto: hiepler, brunier, berlin

 „Der Gang der Dinge. Welche Zukunft haben photographische Archive und Nachlässe?“
Ein interdisziplinäres Symposium der Deutschen Gesellschaft für Photographie in Kooperation mit dem Netzwerk Fotoarchive e.V.
am 29. / 30. Juni 2012 im Schloss Wolfsburg.
Gefördert von der Stiftung Kulturwerk der VG BILD-KUNST, Bonn


„Wo und wie kann mein künstlerisches und schriftliches Archivgut für kommende Generationen sicher aufbewahrt, erschlossen und zugänglich gemacht werden?“ Das fragen sich weltweit immer mehr Photographen, Sammler und deren Erben. Das Thema ist brisant: Zu viele wertvolle Bestände landeten schon im Müll oder in unbefugten Händen; zu viele bedeutende Bildsammlungen und Archive fanden bereits im Ausland ihre Heimat.

Trauer um Horst Faas

                                                           Copyright: Michael Ebert

Die DGPh trauert um eine der profiliertesten journalistischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, den Dr.-Erich-Salomon-Preisträger von 2005, Horst Faas.   
Gleich zwei Mal wurde der Photoreporter mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. Der 1933 in Berlin geborene Horst Faas arbeitete seit 1952 für die Nachrichtenagentur Associated Press (AP), für die er mehr als  30 Jahre von allen großen Kriegsschauplätzen berichtete. Weltweit bekannt geworden ist Faas vor allem mit seinen Bildern aus Vietnam, dort war er von 1962 bis 1972 auch Chefphotograph der Agentur. 1976 übernahm Faas schließlich die Leitung der europäischen Bildredaktion von AP in London, die er bis 2000 innehatte. Die DGPh würdigte ihn mit der Ausstellung „Visible War“, die außer in Frankfurt und Nürnberg auch in Magdeburg gezeigt wurde. Horst Faas starb am 10. Mai 2012 in München im Alter von 79 Jahren.

Reise in den Mikrokosmos - Manfred Kage erhält den Kulturpreis 2012 der DGPh

Reise in den Mikrokosmos - Manfred Kage erhält den Kulturpreis 2012 der DGPh
 
Mit Prof. Manfred P. Kage ehrt die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) einen Hauptakteur der Mikrophotographie.
Als Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Kunst ist es ihm im Besonderen zu verdanken, dass die wissenschaftliche Photographie auch im künstlerischen Umfeld wahrgenommen wird. Die Verleihung des Kulturpreises 2012 findet im Juni in München statt.

Träger des seit 1959 von der DGPh verliehenen Kulturpreises für bedeutende Leistungen in der Photographie sind unter anderem Klaus Honnef, Stephen Shore, Wolfgang Tillmans, Stephen Sasson, Ed Ruscha, Prof. F.C. Gundlach, Lennart Nilsson, Bernd und Hilla Becher, Henri Cartier-Bresson und Man Ray.

Kage verbindet Chemie und Mikrobiologie mit visueller Kunst. Das Mikroskop dient ihm als verbindendes Element: zunächst traditionell für Abbildungen von kristallinen Strukturen oder Kleinstlebewesen eingesetzt, erkannte Kage schon bald grenzüberschreitend dessen künstlerisch wirksames Potenzial, das ihm zu visuellen Abenteuern verhalf und unter dem Begriff „Science Art“ etabliert wurde.

Prof. Wolfgang Reisewitz ist verstorben

Am 8. Februar 2012 ist Prof. Wolfgang Reisewitz, Mitglied der DGPh und Kulturpreisträger des Jahres 1999, verstorben.

Wolfgang Reisewitz war ein bedeutender Photograph der Nachkriegszeit und hat durch seine Suche nach einer photographischen Form entscheidende Impulse für die künstlerische Photographie der 50er Jahre gegeben.

1917 in Diedenhofen/Thionville geboren, hat er die Meisterklasse der Bayerischen Staatslehranstalt für Lichtbildwesen in München absolviert und war Meisterschüler von Adolf Lazi in Stuttgart. Von 1973-1980 lehrte er als Professor für Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz.

Auf Anregung von Dr. Otto Steinert wurde 1949 die Gruppe fotoform gegründet. Mitglieder waren neben Reisewitz auch Peter Keetman, Siegfried Lauterwasser sowie Toni Schneiders. Zunächst als Reaktion und Protest auf eine Ablehnung von Arbeiten zu einer Ausstellung in Neustadt gedacht, entwickelte sich diese Gruppe rasch zu einem wichtigen Bestandteil der „Subjektiven Fotografie“, 1950 konnte sie bereits auf der photokina ausstellen, 1951 folgte dann die wegweisende Ausstellung „Subjektive Fotografie“ in Saarbrücken. 
Die Bedeutung von fotoform wurde 1999 mit der Verleihung des Kulturpreises der DGPh an Siegfried Lauterwasser, Wolfgang Reisewitz und Toni Schneiders gewürdigt.

Das photographische Werk von Wolfgang Reisewitz ist geprägt von einer Auseinandersetzung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Er hat sich immer als Gegenposition zur „harmlosen Lichtbildnerei“ verstanden. Die Auflösung der erlebten Wirklichkeit erreicht Reisewitz durch Montagen oder grafische Mittel. Negativmontagen oder andere Bearbeitungen prägen die Mehrdeutigkeit seiner Photographien.


 

Prof. Peter Bialobrzeski erhält Dr.-Erich-Salomon-Preis 2012

Prof. Peter Bialobrzeski erhält den Dr.-Erich-Salomon-Preis 2012 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh)

 

                               Copyright: Dieter Zinn - Courtesy: Bildagentur laif


Der Photograph Prof. Peter Bialobrzeski wird mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgezeichnet. Die Preisverleihung wird im September im Umfeld der Photokina in Köln stattfinden.

Der seit 1971 alljährlich für „vorbildliche Anwendung der Photographie in der Publizistik“ vergebene Preis erinnert an Dr. Erich Salomon, dem der moderne Bildjournalismus seit der Weimarer Republik starke Anregungen verdankt. Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer von der Leica Camera AG gestifteten, hochwertigen Kamera. Zu den bisherigen Preisträgern gehören weltbekannte Photographen wie Anders Petersen (Schweden), Martin Parr (England), René Burri (Schweiz), Barbara Klemm (Deutschland) und Robert Frank (USA).

Mit dem 1961 in Wolfsburg geborenen Peter Bialobrzeski ehrt die DGPh einen der profiliertesten und engagiertesten deutschen Photographen, der seit fast 20 Jahren beharrlich die Welt mit der Kamera beschreibt und interpretiert. Zugleich gilt die Ehrung auch einem einflussreichen Photolehrer und Autor, der stets die theoretische Auseinandersetzung mit dem Medium Photographie gesucht und auch hier wesentliche Akzente gesetzt hat.

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