Wolfgang Tillmans - window Caravaggio, 1997

Der siebte DGPh-Bildungspreis ist ausgewählt!

Der siebte DGPh-Bildungspreis ist ausgewählt!
Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) vergibt den Preis 2019 an das interdisziplinäre Projekt „Momentography of a failure“ von Nafiseh Fathollahzadeh.

Die Preisverleihung findet am Samstag, den 16. November 2019 um 19:00 Uhr im f³ – freiraum für fotografie in Berlin statt.

Die Jury hat entschieden, das kollaborative Photographie- und Stadtforschungsprojekt von Nafiseh Fathollahzadeh mit dem DGPh-Bildungspreis 2019 auszuzeichnen. Das noch junge Projekt, gegründet wurde es 2017, ist als interaktive Plattform zu verstehen, auf der ein interdisziplinärer Austausch über Urbanisierung stattfindet. Bei der Recherche, Analyse und Dokumentation ausgesuchter Stadtteile wird das Medium der Photographie auf verschiedenen Ebenen genutzt und zum vermittelnden Ausdrucksträger.  

Seit 2018 werden zum Thema „Momentography of a failure“ Workshops in verschiedenen Städten organisiert. In ausgewählten Stadtvierteln geht es um den urbanen Kontext, der ganzheitlich mit einem Expertenteam aus Städteforschern, Geographen, Aktivisten, Photographen und Anwohnern erschlossen werden soll. Es ist eine dichte Zusammenarbeit, die eine andere Perspektive auf unsere Umgebung ermöglichen möchte. Hierbei wird ebenfalls mit gefundenem

Amélie Schneider, Bildchefin der ZEIT komplettiert die Jury des Otto-Steinert-Preises 2019 der DGPh. Mitte September ist Abgabeschluss für den Otto-Steinert-Preis.

Amélie Schneider, Bildchefin der ZEIT komplettiert die Jury des Otto-Steinert-Preises 2019 der DGPh.

Noch bis zum 15. September kann sich der professionelle Nachwuchs für den Otto-Steinert-Preis 2019 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) bewerben.

Die Sektion Bild der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) schreibt zum 19. Mal den Otto-Steinert-Preis für den professionellen Nachwuchs in der Photographie aus. Es handelt sich dabei um ein Arbeitsstipendium, das mit 5.000 Euro dotiert ist. Die DGPh freut sich ganz besonders, dass Olympus den Otto-Steinert-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie ab 2019 mit der Summe von 5.000 Euro unterstützt.

Stephanie Sinclair mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis 2019 der DGPh ausgezeichnet

Stephanie Sinclair mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis 2019 der DGPh ausgezeichnet

„Ich liebe Dich!“, gestand Lars Boering gleich zu Beginn seiner Laudatio. „Und Grund dafür ist, wer Du bist und was Du tust.“ Der Chef der World Press Photo Foundation ist ein langjähriger Kenner der Arbeit von Stephanie Sinclair, die im Rahmen der Photoszene am vergangenen Samstag im MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln mit dem diesjährigen Dr.-Erich-Salomon-Preis der DGPh ausgezeichnet wurde.

In seiner Lobrede betonte Lars Boering das couragierte Engagement der US-amerikanischen

Robert Frank, Dr.-Erich-Salomon-Preisträger 1985, ist verstorben

Mit Robert Frank ist einer der einflussreichsten Photographen des 20. Jahrhunderts gestorben. Die unverstellten und persönlichen Eindrücke seines Umfelds haben die Dokumentarphotographie in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts entscheidend geprägt und das Verhältnis zur urbanen Lebenswelt und deren photographische Fixierung nachhaltig verändert. Robert Frank starb am 9. September in Inverness, USA im Alter von 94 Jahren.

Der 1924 in Basel als Sohn eines deutschen Vaters und einer Schweizer Mutter geborene Frank machte zunächst eine Ausbildung bei den Züricher Photographen Hermann Segesser und Michael Wolgensinger. 1947 wanderte er im Alter von 23 Jahren nach New York aus, um der Enge seiner Schweizer Heimat zu entfliehen. Hier wurde er von dem legendären Artdirektor des Magazins Harper’s Bazaar, Alexei Brodowitsch entdeckt und gefördert. Es folgten Aufträge für LIFE und Vouge, die ihn nach Süd-Amerika und Europa führten. Dort verfestigte sich sein neuer subjektiver Stil. Seine Kontakte, unter anderem mit Walker Evans, ermöglichten ihm ab 1953 die Mitarbeit am Projekt „Family of Man“ von Edward Steichen. In der 1955 im MoMa eröffneten Ausstellung ist Frank mit sieben Arbeiten prominent vertreten.

Manfred Kage, Kulturpreisträger 2012 - Ein Nachruf von Herbert W. Franke

Manfred P. Kage – ein Nachruf
Herbert W. Franke

Es gibt keinen Künstler, über den ich so oft geschrieben habe wie über Manfred Paul Kage. Es hat mir in vielen Jahrzehnten stets große Freude bereitet, über seine Arbeiten zu berichten: Bilder, Animationen, Multimedia-Vorführungen... Es ist das erste Mal, dass es bittere Gedanken sind, die diesmal meine Arbeit begleiten: Manfred ist vor kurzem gestorben. Das einzige Tröstliche dabei ist, dass die Fülle seiner wissenschaftlichen und künstlerischen Leistungen gut aufgehoben und dokumentiert ist, und zwar in einer wundervollen Umgebung: Schloss Weissenstein in der Schwäbischen Alb, in dem er in den letzten Jahrzehnten gelebt und gearbeitet hat.

Manfred wurde 1935 in Delitzsch bei Leipzig geboren. Dort sah er das erste Mal mit acht Jahren in ein Mikroskop – ein Blick, der ihn nicht mehr los liess. Als Zwölfjähriger floh er aus Delitzsch nach Stuttgart, wo er sich aus Trümmerteilen Stuttgarts sein erstes eigenes Mikroskop baute. Nach seiner Ausbildung als Chemotechniker, 1955, war er an Entwicklungsarbeiten für die chemische und optische Industrie beteiligt. Bei den mikroskopischen Untersuchungen fiel ihm der bis in kleinste Bereiche reichende ästhetische Reiz kristalliner Strukturen auf. Er schilderte es so: „Eines Tages, bei der Analyse von Magnesiumverbindungen, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich sah plötzlich ganz anders, losgelöst von jeglicher wissenschaftlicher Sehweise. Ich erblickte in den kristallinen Vorgängen, die ich vor meinen Augen abspielen lassen konnte, flächige Gliederungen, rhythmische Abläufe und faszinierende Hell-Dunkel-Kompositionen.“

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